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Der Kommandant, General-Major Strachwitz, hatte, um demMangel eines gedeckten Weges und von Poternen zu begegnen,auf der Berme vor den Kourtinen Pallisaden-Reihen setzen, undin den eingehenden Winkeln an der Plakage Leitern zum Hinauf-steigen anbringen lassen. Um die Besatzungen der Waffenplätzeund der Kontregarde abzulösen, mußten die Leute über die Brust-wehr klettern. Die Schleusen waren zwar alle nicht ganz dicht,doch hielten sie hinreichend, um dem Hauptgraben die gehörigeWassertiefe zu geben. Im Ganzen war der Zustand der Werkedergestalt, daß ein dreiwöchentlicher förmlicher Angriff überstandenwerden konnte.
An Munition und Lebensmitteln war ein Vorrath für mehrals 3 Wochen bombensicher untergebracht; in gleicher Weise, wennauch der Angabe nach nur schwach, waren auch das Komman-danturgebäude und das Lazareth eingedeckt. Jedes Hauptwerkhatte kleine bombenfeste Behältnisse.
An Geschützen waren 39 Kanonen von allen Kalibern, 10Haubitzen, 2 Mörser und 12 Wallbüchsen, für die Festung alsoeine hinreichende Zahl, vorhanden.
Die Besatzung bestand aus den 3. Bataillonen der Jnfant--Regmtr. Prinz Ferdinand, Lettow und Wedell, einer Kompagniedes 2. Bataill. des Regiments vao. Grävenitz und 3 Jnvaliden-Kompagnien, oder 2689 M. Infanterie, 168 M. Artillerie, 54Husaren, zusammen 2911 Mann. Da die Besatzung der Festungeigentlich nur auf 1500 M. berechnet war, so zählte sie mithindie doppelte Stärke des Bedarfs.
Dem General Strachwitz war, als zweiter Kommandant, zurUnterstützung, auf Empfehlung des Generals Blücher, der Ar-tillerie-Major Colson, der sich bei der Belagerung von Valen-cieunes besonders ausgezeichnet hatte, beigegeben. Ingenieur vomPlatz war der Hauptmann Geyling.
Der General Strachwitz hatte sich bei der Armirung derFestung sehr thätig erwiesen, die frühere Aufforderung einer vor-beimarschirenden Division des Mvrtierschen Korps abgewiesen, auchdie Deputation des Hannöverschen Landes-Kollegiums, die vonHameln aus in Nienburg ansprach, gar nicht vor sich gelassen. —
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