die feindlichen Bivouaks zwischen dem Schweinsbcrge und Rehr-sen, die Kavallerie in Rehrsen.
Der General Lecoq wandte von dem Augenblicke seiner An-wesenheit in der Festung alle seine Thätigkeit auf die erforder-lichen Maßregeln zu einer tüchtigen Vertheidigung. Er besichtigtedie Kasematten und ordnete tägliche Konferenzen der Artillerie- undIngenieur-Offiziere und der Verwaltungsbeamten an; der Artil-lerie wurden noch 100 Mann zur besseren Geschützbedienung über-wiesen; die Thorwachen, besonders die des Brückenkopfes, wurdenverstärkt; die neu eingerückten Bataillone erhielten Theile desHauptwalles zur Vertheidigung; dem alten, stumpfen Platzmajorwurde ein Gehülfe beigesellt; die Vorräthe bei den Bürgern wur-den ausgezeichnet, die Brodportion der Soldaten um ^ Pfundvermindert, die Löschgeräthe untersucht, jedoch völlig unbrauchbarbefunden.
Als am 14. Nachmittags der Fähnrich Holtzendorf vomRegmt. Oranien mit den Schützen das Holzfällen deckte und nir-gends feindliche Posten bemerkte, ging er bis ins feindliche Lagerbei Nerzen vor, wo er nur noch einzelne Leute und einen kleinenVorrath von Futter fand. Er brachte 1 Offizier, 3 Unteroffiziereund mehrere Gemeine und Chirurgen gefangen zurück-
Vom 7. November an war bisher alle Nächte die Festung,besonders die Forts und die Koupüre, vom Feinde allarmirt wor-den; die Nacht zum 15. verging ganz ruhig.
Am 15. wurde wiederum Holz gefällt, wobei man erfuhr,daß sich noch einzelne Feinde in der Gegend befänden. DieSchützen des Regiments vao. Grävenitz unter dem HauptmannNolte und die Dragoner des Lieutenants Masfow, gefolgt vonden Schützen des Regiments Kurfürst unter dem Lieutenant Schön-holz gingen längs der Weser vor. Der Hauptmann Nolte fanddie Brücke bei Ohr unbesetzt und hieb die Taue an derselbendurch, so daß die Kähne den Fluß hinunter schwammen; einOffizier und einige Soldaten wurden bei der Brücke gefangengenommen.
Auf dem rechten Weserufer demolirte der Lieutenant Zeunermit einigen Zimmerleuten am 15. Morgens die Chausseebrücke