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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
352
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»eral Lecoq nach Minden, unter dem Lieutenant Wahrendorf vomRegiment Wedelt, gesandt und mit alten Münsterschen Gewehrenbewaffnet wurde.

Die Vorposten des Generals Lecoq standen auf dem linkenWeserufcr in einem Halbkreis um die Stadt, beide Flügel an denFluß gelehnt; das Gros derselben in Groß-Berkel, Stundevon Hameln. Patrouillen gingen nach Pyrmont und bis andie lippe-detmoldsche und hessische Grenze. Auf dem rechten Uferbildete die Kavallerie der Festung unter dem Lieutenant Santhadie Vorposten und patrouillirte längs der Weser.

Am 5. November meldeten die Vorposten, daß der Kurfürstvon Hessen mit dem Kurprinzen und einem Adjutanten auf derFlucht in Pyrmont eingetroffen sei und in einigen Stunden durchHameln kommen werde- Der General Lecoq erfuhr nun vondem Kurfürsten die neuesten Ereignisse in Hessen, und da mansomit die Gewißheit von der Annäherung des Feindes hatte, sowurde der Major Beust I. sofort von Minden herangezogen. EinePatrouille von Rinteln brachte einen Legations-Sekretair des Kö-nigs von Holland gefangen zurück, doch wurde derselbe auf dieVorstellung des hessischen Kommandanten von Rinteln, der nochimmer an die Neutralität Hessens glaubte, obgleich die Franzosenden Kurfürsten bereits vertrieben hatten, wieder frei gegeben. Sounterließ man es denn auch, die Geschütze und Vorräthe ausRinteln nach Hameln zu schaffen.

Da die ausgeschriebenen Lebensmittel noch nicht alle einge-troffen waren, so wurde am <>. November eine allgemeine Foura-gierung angeordnet, die sehr bedeutende Vorräthe lieferte. Zu-gleich wurden alle entbehrlichen Pferde an die Mindensche Kammergeschickt, weil man befürchtete mit dem Rauchfutter nicht auszu-kommcn; dagegen verabsäumte der Kommandant eine detaschirteJnvaliden-Kompagnie einzuziehen, die denn auch am 9. Novembervom Feinde aufgehoben wurde.

Am 7. November sandte der General Lecoq noch seinenSohn, den Lieutenant Lecoq, nach der Elbe, um ein preußischesKorps aufzusuchen, das dem Gerüchte nach noch auf dem linkenElbufer stehen sollte, und dem kommandirendcn Offizier desselben