Druckschrift 
2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
Seite
349
Einzelbild herunterladen
 

terhalb durch Bäume gesperrt, eine neue Koupüre unter dem Klüt-berg gearbeitet und durch eine mit Kanoueuscharten verseheneBrustwehr gedeckt, auch vor ihr eine gebrochene Brustwehr bisauf eine kleine Höhe zur Verbindung mit Fort III. geführt, dieganz unter dem Feuer des Forts lag.

Gleich nach der Besitznahme befehligte in Hameln der Ge-neral-Major Strachwitz, doch im Mai wurde der General-Majorund Ingenieur-Brigadier Schüler, ein 75jähriger Greis, körper-lich und geistig völlig abgestumpft, daher auch schwer von Ent-schluß und äußerst ängstlich, zum Kommandanten ernannt. Platz-Ingenieur war der Hauptmann Markoff, Artillerie-Offizier vomPlatz der Major Grosstn; der Major Schulz war diesem bei-gegeben.

Am l3. August ging der Befehl ein, Hameln in Vertheidi-gungsstand zu setzen- Die nöthigen Geschütze und Munitiontrafen nach und nach von Magdeburg ein, so daß für die Stadt-befestigung 93 Geschütze, für das Fort Nr. I. 46, für daS Fort^ Nr. II. 21 und das Fort Nr. III. 15 Geschütze, ohne die un-brauchbaren, mit 8400 Centner Pulver, meist schon in Patronenund Kartouschen, hinlängliche Eisen- und Blei-Munition vorhan-den waren.

An Infanterie war ursprünglich in Hameln: das Regmt.Prinz Orauien, die 3. Musketier-Bataillone von Kurfürst vonHessen, Hagkeu, Tschammer und Schenk, wovon die beiden crstercnaber nur zusammen 314 Mann zählten, im Ganzen 3058 Mann,zu welchen noch die Jnvaliden-Kompagnien der Regmtr. Tscham-mer, Schenk, Kurfürst von Hessen und Hagken stießen. An Ar-tillerie befanden sich 181 Mann in der Festung, so daß noch porGeschütz 3 Handlanger von der Infanterie abgegeben werdenmußten, um 5 Mann zur Bedienung zu erhalten. Vom Mineur-Korps waren 2 Offiziere und 28 Mann vorhanden. Ein Kom-mando von 40 Pferden von Köhler- und Pletz-Husaren bildetedie Kavallerie der Festung. Diese Besatzung wurde Ende Sep-'embers und Anfangs Oktobers durch Rekruten und durch diebrsatzmannschasten der Regimenter Treuenfels und Strachwitz,zisammen durch etwa 1000 Mann, verstärkt, so wie auch nach