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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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doch das Auösprcngen falscher Nachrichten durch Kaufmannsbriese,das Anmelden von starken Einquartierungen an verschiedenenOrten, machten den Feind bedenklich, so daß er sein Vorgeheneinstweilen einstellte. Am 14. zerstörte der gedachte Offizier aufBefehl des Generals Lecoq die Emsbrücke bei Rheine und ließdie bei Meppen zur Zerstörung vorbereiten und besetzen. Am 2 l.erhielt er endlich den Befehl, sich schleunigst auf Nienburg zurück-zuziehen. Nach Benachrichtigung des Majors Beust II. in Em-den, marschirte er von Leer auf Vegesack, da er die falsche Nach-richt erhalten hatte, daß Bremen bereits von Feinden besetzt sei,ging bei Vegesack über die Weser und wieder auf Bremen, nach-dem er sich von der Unwahrheit jener Nachricht überzeugt hatte,wurde daselbst indessen nicht eingelassen, sondern erhielt vom Ma-gistrat nur Schiffe, um wieder auf das linke Ufer nach Brinkumgehen zu können, und sich mit dem Major Dreßler daselbst zuvereinigen, der jedoch bereits nach Nienburg abmarschirt war.Ueber Hoya erreichte der Lieutenant Treskow am 2b. Nienburgund marschirte von dort zum General Lecoq nach Hameln.Der Major Beust verließ Emden am 22. und ging über Vegesackund Bremen nach Nienburg, wo er, gleich dem Major Dreßler,zur Garnison verblieb; nur die 50 Husaren von Pletz, welcheletztgenanntem Stabs-Offiziere zugetheilt worden waren, gingenüber Verden und Lüneburg nach der Elbe ab.>

Die Festung Hameln auf dem rechten Weserufer war ausder Landseite durch ein detaschirtes Bastion und 8 Bastione, eineFaussebraye, einen breiten und tiefen, durch den Hamelbach be-wässerten Hauptgraben mit kleinen Ravelinen, gedeckten Weg undVorgraben befestigt; Lünetten lagen vor dem dctaschirten Bastionam untern Weser-Anschluß und vor den 3 Thor-Ravelinen. DieWasserseite der Festung war durch eine befestigte Insel, den Wer-der, nur schlecht vertheidigt. Dieser Werder, dessen obere Spitzedie Brücke berührte, war durch zwei Kanäle, deren einer, miteiner Schleuse versehen, zur Schiffahrt diente, in drei Theile ge-theilt. Auf dem unteren und größten lag ungefähr in der Mitteder Stadtkehle eine geräumige, mit gedecktem Wege verseheneLünette, und auf der nördlichen Spitze hatten die Franzosen, zur