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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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störte nicht; überhaupt war es bis dahin nur zu unbedeutendenGefechten gekommen. In derselben Nacht ließ der General Van-damme einige Granaten nach der Stadt werfen, die indessen nichtzündeten.

Am 31. machte die Garnison eine Fvuragirung längs demrechten Ufer der Elbe nach dem Herrenkruge. Der General Kol-lert, der auf dem rechten Ufer kommandirte, sammelte in der fol-genden Nacht 600 Mann leichter Infanterie, 2 Kompagnien Vol-tigeurs und 2 Schwadronen und griff um 3 Uhr Morgens des1. Novembers die preußischen Vorposten an, trieb sie in die Festungzurück und zündete die Dörfer Krakau und Prester an. Die fran-zösischen Posten wurden nunmehr auf dem rechten Ufer auf 121500 Schritt Entfernung vom Glacis vorgeschoben, die Soutiensin Biederitz, Alt- und Neu-Königsborn, Menz, Gübs und Pechau,Reserven zu Gerwisch, Woltersdorf, Nedlitz und Gommern,b Kompagnien Grenadiere dienten als Brückenwache bei Schöne-beck und zugleich zur nächsten Unterstützung des Generals Kol-bert. Auf dem linken Ufer kommandirte der General Marchanddie Aufstellung oberhalb und hatte sein Quartier in Gr. Otters-leben, der General Bandammc unterhalb zu Olvenstädt.Dem Gouverneur von Magdeburg sandte der M. Ney durch denehemaligen Rittmeister Willisen, Bürgermeister von Staßsurth,')das französische Büllctiu, welches die Kapitulation von Prenzlauenthielt, und ließ ihm die Unmöglichkeit eines Entsatzes vorstelligmachen.

Am 4. November griff der Feind die Neustadt au, wurde in-dessen zurückgewiesen, und in der Nacht zum 5. ließ der M. Ney ausden mittlerweile von Erfurt herbeigezogenen 4 Mörsern 12 Bombenund außerdem einige Granaten nach der Alt- und Neustadt wer-fen und die Neustadt wiederholentlich vergeblich angreifen.

Am 5. Nachmittags forderte der M. Nep die Festung aber-mals auf, mit der Bemerkung, daß er durch das Bombardementnur habe beweisen wollen, daß er die Mittel besitze, Magdeburg

1s Der Bericht des M. Ney spricht von einem ehemaligen Oberstlieute-nant, die Untersuchungsakten über die Kapitulation von Magdeburg von einemRittmeister Willisen.