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Kommandant war der Oberst du Trossel, der in völligenAbhängigkeitsverhältnissen zum Gouverneur stand, und selten durchdenselben von irgend welchen Berhaudlungen und AnordnungenKenntniß erhielt.
Die Gesinnung der Bewohner von Magdeburg flößte in keinerWeise den Verdacht ein, daß sie auch in den größten Nöthen inirgend einer Beziehung der Vertheidiguug hinderlich werden könne.
Erst am 22., nachdem 6 Tage laug die gräulichste Ver-wirrung in den Straßen der Stadt geherrscht hatte, konnte einiger-maßen an Wiederherstellung der Ordnung gedacht werden. DieTruppen, die der Fürst Hohenlohe zurückgelassen hatte, und dieaus den Trümmern so vieler Regimenter bestanden, mußten erstwieder organisirt werden, was mehrere Tage fortnahin, und datrat nun die völlige Unkeuntniß mit der Festung und dem Festungs-dienst sehr hindernd ein, was allerdings die Lage des Gouver-neurs noch schwieriger machte. Die Besatzung wurde in 3 Theilegetheilt, von denen ein Theil auf Wache und Piket zog, einTheil in Reserve verblieb, ein Theil wirklich ruhte.
Am 23. Oktober ließ der M. Ney, dessen Hauptquartier bisdahin in Groß-Ottersleben gewesen, bei Schönebeck eine Schiff-brücke über die Elbe schlagen, welche am 25. passirbar war. DerAbmarsch des M. Soult auf Tangermünde gestattete lediglich eineBeobachtung der Festung, wozu der M. Nev sein Hauptquartiernach Schönebeck verlegte. Erst am 27. vollendete er die Einschlie-ßung auf dem rechten Elbufer, obgleich immer noch in weiterEntfernung vom Platz. Das Nevsche Korps hatte kaum dieStärke der Besatzung, und augenblicklich nur 999 Mann Kaval-lerie zur Disposition, doch hatte der Gouverneur zu wenig Ver-trauen auf die Mannschaft, um sich zu einer thätigen Vertheidiguugzu bequemen. Bereits am 23. hatte der Marschall den Gouver-neur zur Uebergabe aufgefordert; der Gouverneur beantragte am27. eine Unterredung, die auch am 28. zwischen ihm und demGeneral Vandamme zu Stande kam, aber keinen Erfolg hatte.
Am 29. fing man an einige Gebäude wegbrechen zu lassen,welche der Vertheidigung der Sudenburg und Neustadt hinderlichwaren; der Rest wurde in der Nacht niedergebrannt. Ter Feind
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