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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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den französischen Generalen, daß der General Blücher viel zn festsei, um in einer so wichtigen Sache nachzugcben, und sich lieberbis auf den letzten Mann schlagen würde. Tic feindlichen Ge-nerale gaben hierauf nach, daß der General die angegebenen Ur-sachen bei der Unterschrift seines Namens aufführc, welches dieserauch als gleichviel annahm. Der General Blücher setzte unnunter die Kapitulation:Ich kapitulire, weil ich kein Brod undkeine Munition habe." Blücher.

Um Mittag defilirten die Blüchcrschen Truppen bei der fran-zösischen Armee vorbei. Der ausgewechselte Oberst Scharnhorst,Rittmeister Gr. Goltz und der Lieutenant Klitzing erhielten Pässezur Armee des Königs. Eine ziemliche Anzahl Offiziere wußtesich durchs Dänische zu retten und der Kriegsgefangenschaft zuentziehen. Der General selbst erhielt die Erlaubniß, nach Ham-burg gehen zu dürfen, wohin ihm bis Oldesloh eine französischeBedeckung gewährt wurde.

Nach dem Werke:Operationsplau der preußisch-sächsischenArmee im Jahre 1806 von C. v. W." wird die Infanterie, welchenoch durch die Kapitulation bei Ratkau kriegsgefangen wurde,auf 4050 Mann, die Kavallerie aus 3760 Mann berechnet, dochist dies nur eine ungefähre Angabe, da nach den vorangegangenenBegebenheiten die Eingabe von Rapporten unmöglich gewesenwar. An Geschützen, ohne die Regiments-Kanonen, wurden noch16 Stück übergeben.

Erst nach der Kapitulation erfuhr man, daß Travemündenicht über war.

Der Major Schwedern, der am 6. um 2 Uhr Nachmittagsin Travemünde mit einem Bataillon des Regiments Kalkreuthungezogen war, hatte alsbald alle Schiffe auf der Trave in Be-schlag genommen, und eine Postenkette längs des Flusses aufge-stellt. Um 4 Uhr erschien bereits am jenseitigen Ufer ein feind-licher Offizier mit einem Trompeter und ließ blasen. Der Majorschickte ungeschickterweise den Fähnrich Hannemann hinüber undließ fragen, was man verlange. Die Antwort lautete: man sollesich ergeben, da Lübeck erobert worden und kein Entsatz zu hoffen

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