und Geschütz verfahren seien, daß an ein Dnrchkommen gar nichtzn denken sei. Es war derselbe Parlamcntair, der sich dem Ober-sten Osten bei Schwartau vorgestellt hatte, und der nach derWegnahme dieses OrteS auf den Herzog gestoßen war, welchersich mit seinem einen Bataillon von Krempelsdorf aus ebenfallsverirrt und Schwartau erst bei einbrechender Dunkelheit passirthatte, um den Marsch nach Travemünde fortzusetzen. Der Herzoghatte den General Blücher in Travemünde vermachet und denParlamentair dahin mitgenommen. Der enge durch Gräben undHecken begrenzte Weg war verstopft, und es hatte lange gedauert,bevor der Herzog die Spitze der Kolonne erreichen konnte, wo erendlich auf mehrere Geschütze gestoßen war, die im Wege hieltenund am fernern Marsch durch Bagage behindert wurden, welchevon Travemünde zurückgekehrt war. Der Herzog hatte sich dendie Bagage führenden Offizier kommen lassen, und ihn derb an-gelassen, indessen von ihm die Versicherung erhalten, daß er bisTravemünde gefahren, die Thore vom Feinde besetzt gesunden habeund alsbald umgekehrt sei, um nicht die ihm anvertraute Bagagein Feindes Hand fallen zn lassen. Der den Herzog begleitendeParlamentair hatte alsbald das Wort ergriffen und ans seine Ehreversichert, daß Travemünde schon am Nachmittag von den Fran-zosen in Besitz genommen sei.
Obgleich der Parlamentair bei der Ankunft des Herzogs inRatkau das Regiment und die Stärke, ans welchem die Besatzungvon Travemünde bestand, genau anzngeben wußte, schenkte derHauptmann Müfiling, der ihn empfangen hatte, dennoch seinenAussagen keinen Glauben. Der Herzog wurde empfindlich undes blieb dem Hanptmann Müffling nichts übrig, als den GeneralBlücher, der einen Fieberanfall gehabt hatte, zu wecken. DerGeneral ließ nun den Herzog und den Parlamcntair weiter be-fragen, und beide blieben bei ihren Angaben?)
1) Sparer erfuhr man, daß dieser angebliche Parlamenlair ans Prenzlaugebürtig und wahrscheinlich nnr vom M. Bernadette abgeschickt worden war,nm unter dem Vorwände des Parlamentircns sich von der Page der Blücher-schen Armee zu unterrichten.