und sich nach dem Holsteinschen-Thor zurückziehen, als ihm derHauptmann Müffling bemerkbar machte, daß er von dort bereitsabgeschnitten sei, da das Feuer au der Travebrücke, die uoch durchleichte Truppen vertheidigt wurde, immer lebhafter geworden war.Der General mußte sich uun förmlich aus der Stadt hinaus-schlagen und wurde aus diesem Wege aus allen Querstraßen be-schossen.
Der Feind besetzte sogleich die Wälle am Holsteinschen-Thorund beschoß von dort die sich langsam noch eine Strecke längsdes Glacis auf dem Wege nach Ratkau zurückziehenden Preußen.
Außerhalb der Stadt fand der General Blücher bereits denHerzog von Oels und den General Natzmer. Er bezeigte beidenseine Verwunderung darüber, daß sie die Stadt verlaßen hätten.Der Herzog erwiederte, daß er nicht gewußt habe, daß der Ge-neral noch in der Stadt sei, und der General Natzmer sagte, daßihm in dem Augenblick, wo er gegen das Burgthor habe zurUnterstützung Vorgehen wolle», bereits die geworfenen eigenen unddie feindlichen Truppen entgegen gekommen wären.
Der General Blücher verlor mit Lübeck einen großen Theilseiner Artillerie, 22 Geschütze ohne die Regimentskanonen, unddie Hauptkräfte der Infanterie. Von der ganzen Besatzung warenihm nur geblieben: 1 Bataill. von Oels, 2 schwache Bataillonevon Manstein, 2 Bataill. von Kunheim, 1 Bataill. und 1 Kom-pagnie von Jung-Larisch, die Reste vom 2. Bataill. Natzmer unddie geringen Reste der Jäger und Füsiliere. Der General faßtetrotz der ungünstigen Umstände die Hoffnung, Lübeck in der fol-genden Nacht noch einmal mit Erfolg augreifcn zu können, unddiese Hoffnung beruhigte ihn für den Augenblick. Kaum hatteer sich indessen mit der geretteten Infanterie etwas von der Stadtentfernt, als er das sehr lebhafte Feuer der sich uoch am Hörter-und Mühlenthor vertheidigeuden Truppen hörte. Dies brachteihn auf den Entschluß, sofort noch einen Angriff auf Lübeck zuwagen. Das Regmt. Kunheim mußte Front machen, Seklions-Kolonnen sormiren und unter Führung des tapfer» OberstenThümen zum Angriff Vorgehen. Derselbe drang in Begleitungder Generale Blücher, Natzmer und des Herzogs von Oels im