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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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in kein Gefecht einzulassen, sondern bei Annäherung des Feindesnach Lübeck zurückzugehen.

Als der General Blücher in Herrenburg ankam, fand essich, daß die Gegend so ortsarm war, daß es unmöglich wurde,die Truppen unterzubringen. Er beschloß daher, den Marsch nachLübeck fortzusetzen und nur die Arriergarde an der Maurin stehenzu lassen.

Die Hansestadt Lübeck hatte durch die strenge Sperre derElbe seit dem Sommer 1803 von Seiten der Engländer, auchschon seit der Besetzung Hollands durch die Franzoseil, in hohemGrade gewonnen, so daß zur Zeit eine allgemeine Wohlhabenheitnach allen Richtungen hin sichtbar war, und der Besitz dieserStadt allerdings dem General Blücher zu alledem verhelfen konnte,waö seine Truppen entbehrten, sobald es nur gelang, einige Tagedaselbst verweilen zu können.

Bereits am 31. Oktober waren die noch im Lauenburgschenzurückgebliebenen 1800 Schweden von Ratzeburg her vor Lübeckerschienen, hatten sich des Mühlenthores mit Gewalt bemächtigt,sich einquartieren lassen und alsbald die nöthigen Schiffe zumTransport nach Stralsund eingerichtet. Obgleich daran Tagund Nacht gearbeitet worden, so waren doch mehrere Tage ver-gangen, bevor die Truppen hatten an Bord gebracht werden kön-nen, was theils in Lübeck, theils in Travemünde geschah. Am4. November waren die letzten Schiffe aus dem Baum gelaugt,aber der Wind war entgegen, so daß die Schiffe weder vonTravemünde abgehen, noch die auf der Trave befindlichen hin-unter konnten.

Am 4. November waren auch bereits versprengte preußischeSoldaten, Marketender rc. vor dem Burgthor angekommen, undwurden auf dem Kirchhof vor dem Mühleuthor gelagert, wo sieEssen und Trinken erhielten und mit jeder Stunde an Zahl Zu-nahmen.

In der Nacht zum 5. November zeigteil sich kleine Abhei-lungen Kavallerie vor den Thoren. Um 0 Uhr Morgens ge-langte die Nachricht nach Lübeck, daß sich die Preußen von Schön-berg und Ratzeburg her der Stadt näherten, und um Mittag