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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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stadt, in der man alle Bedürfnisse an Geld, Lebensmitteln,Schuhen ic. reichlich vorfand; er hatte noch Wall und Graben,und wurde er gehörig vertheidigt, die Infanterie längs der Traveauf lübeckschem und schwedischem Gebiet ausgestellt, so konnte dieKavallerie sich dahinter erholen, auch die Infanterie sich gehörigoerpflegen, und da der Feind einiger Tage bedurfte, um die, aufdieser Strecke nur aus Brücken zu überschreitende, Trave zu pas-siven, so konnte der General das Gefecht unter sehr günstigenUmständen annehmen. Man rechnete auch darauf, die Armeedurch die schwedischen Truppen verstärkt zu sehen, die sich ausdem Lauenburgischen nach Lübeck abgezogen hatten, um in Trave-münde eingeschifft zu werden.

Der General Blücher entschloß sich daher, nach Lübeck zu-rückzugehen. Der Herzog von Braunschweig-Oels sollte sich derStadt mit Güte oder Gewalt bemächtigen; die übrigen Truppenam 5. in Quartiere hinter die Maurin rücken, das Hauptquar-tier nach Herrenburg verlegt werden.

Demzufolge versammelte sich die Armee am 5. NovemberMorgens 6 Uhr mit dem 1. Korps bei Raggendorf, mit dem2. Korps hinter Gadebusch.

Auf dem Rendezvous Raggendorf fehlte der General Peletmit 4 Schwadronen von König von Bayern-Dragonern und< reitende Batterie Heidenreich; man wartete längere Zeit, mußteaber endlich ohne den General abmarschiren. Das 1. Korpsging von Raggendorf über Lüttgen-Malzahn und Lüttgen-Mistnach Herrenburg, das 2. Korps von Gadebusch auf der großenStraße über die Mordmühle, Lüttgen-Mist und Herrenburg.

Die Arriergarde des Generals Oswald wurde vom Feindeangegriffen und bis zur Mordmühle verfolgt.

Auf dem Marsch wurde der Major Hövell mit dem 2. Bat.des Regmts. Braunschweig-Oels und 40 Husaren von Pletz nachRatzeburg detaschirt, um sich der dort etwa befindlichen Magazin-Vorräthe, Munition, Waffen und besonders der fertigen Schuhezu bemächtigen, auch einige tausend Brode zu verschaffen und zuWasser auf der Wackenitz nach Lübeck zu transportiren, sich aber

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