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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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abzog. Um den Trappen nicht hinderlich zn werden, ging er so-gleich bis hinter Schwerin zurück, und ließ da, wo die Wegenach Hamburg und Lübeck sich theilen, Halt machen um weitereVerhaltungsbefehle cinzuholen. lim 2 Uhr in der Nacht zum 4.erhielt er endlich von dem nach dem Hauptquartier gesandtenFähnrich Barfuß die Meldung, daß der Oberst Scharnhorst inAbwesenheit des Generals Blücher befohlen habe, mit der Bagagebis auf weitere Ordre nach Wismar zu gehen.

Der Major Pannwitz erreichte Wismar den 4. Novemberum 5 Uhr Nachmittags und parkirte jenseits der Stadt auf derStraße nach Lübeck, nachdem auf dem Marsche sich ihm noch vieleBagage und Krankenwagen angeschlossen hatten.

Während Anstalten zur Beschaffung von Lebensmitteln undFutter gemacht wurden, erfuhr der Major die Anwesenheit desGenerals Usedom bei Rohlstorf, und ersuchte denselben, sich ihmanschließen zu dürfen, da er ohne Bedeckung sei. Der Generalverwies indessen den Major auf deu erhaltenen Befehl.

Am Morgen des 5. Novembers drangen feindliche Chasseursund Husaren in Wismar ein. Die Wagen wollten nach Lübeckflüchten, wurden aber von den feindlichen Reitern cingeholt, undder Major Pannwitz mußte sich der Kapitulation des GeneralsUsedom anschließen.

Es war der General Savary mit seiner Brigade in derNacht zum 5. in Waren einqnartirt gewesen, als er durch einenSpion die Nachricht erhielt, daß preußische Bagage in Wismareingerückt und ein Husaren-Regiment bei Rohlstorf eingetroffensei. Der General ließ sogleich 2 Schwadronen nach Wismaraufbrechen und folgte um 2 Uhr Morgens, so daß also allerdingsder General Usedom, der bereits am 4. Nachmittags um 3 Uhrbei Rohlstorf eintraf, nach einer Ruhe von 8 Stunden noch hättedas Defilee bei Wismar passiren können.

Der Feind hatte sich am 4. November ziemlich unthätig ver-halten. Der M. Soult war von Kriwitz über Plate bis Pam-pow vorgegangeu und hatte nur die Avantgarde weiter vorge-schoben; der M. Bernadotte hatte sein Korps über die Stuhrdurch Schwerin bis Lankow vorrücken lassen; der Großhcrzog