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zu nehmen; der Major Heiligenstadt und Lieutenant Bern» gin-gen mit dem Parlamentair vor. Sie fanden die angemeldetefranzösische Kavallerie am Defilce von Wismar in Echelons auf-marschirt, besprachen sich mit dem General Savary und kehrtendann in Begleitung eines französischen Offiziers zum GeneralUsedom zurück. Dieser ließ hierauf sein Regiment bis aus denDamm von Wismar rücken, absitzeu und die Waffen niederlegen.Es bestand dasselbe noch aus 307 Pferden, unter denen die Fran-zosen noch etwa 100 brauchbare fanden, den klebrigen die Hessenabhauen ließen.
An dem Verhalten des Generals Usedom dürfte nur auszu-setzen sein:
1) daß er wider die ihm ertheilte Instruktion in die weit-läufigen Quartiere gerückt war, ohne von dem Grund der Kano-nade näher unterrichtet worden zu sein, obgleich er schon aus derRichtung des Feuers entnehmen konnte, daß der Feind gegen Schwe-rin vordrang, mithin sein Regiment von der Armee trennte;
2) daß er den Rath des Generals Wobcser, unter dem ernicht stand, als einen Befehl betrachtete, statt auf seine eigeneEinsicht zu fußen, wo ihm dann nicht entgangen sein würde, daßer sich durch den Marsch auf Wismar unmöglich der Armeenähern, sondern nur von derselben entfernen konnte;
3) daß er nach Einsicht des Befehls, aus Gadebusch zumarschiren, nicht nach der nothdürftigsteu Ruhe für die Pferdeaufbrach, sondern noch bis 6 Uhr bei Rohlstorf verweilte, bevorer suchte, das Defilee von Wismar hinter sich zu legen. —
An die Kapitulation des Generals Usedom schließt sich un-mittelbar die Kapitulation des Majors Pannwitz vom Infanterie-Regiment Knnheim, an.
Dieser Major erhielt in der Nacht zum 3. November vomGeneral Pelet den Befehl, aus dem Bivouak aufzubrechen, unddie Führung der Bagage zu übernehmen, die sich bei dem 5 Stun-den entfernten Kriwitz versammeln würde.
Um 1 Uhr Mittags am 3. erreichte der Major Kriwitz, undblieb mit der Bagage in einer Wagenburg so lange halten, biser sah, daß die Armee, voll allen Seiten gedrängt, sich auf Kriwitz