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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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Da der Lieutenant Phull die Nachricht gebracht hatte, daßSachsen Friede gemacht habe, so glaubte mau die noch beim Ge-neral Lettow befindlichen sächsischen Truppen nicht weiter mitneh-men zu dürfen; der General erhielt daher den Befehl, sie von denpreußischen Truppen zu trennen und nach Kietz marschircn zulasse», ihnen dort aber erst die Mittheilung zu machen, daß siein ihr Vaterland zurückmarschiren dürften, damit diese Trennungkeinen üblen Eindruck auf die Preußen mache.

Der General Winning beabsichtigte mit dem Korps selbst überMalchin und Warkenhagen nach Rostock zu folgen und daselbstam 2. November einzutreffen; er wollte nur über Malchin gehen,um den Feind glauben zu machen, als sei cs sein Wille, aufStralsund zu marschiren; zu mehrerer Täuschung wurden dieTruppen ebenfalls in dem Glauben erhalten, als ginge es nachdieser Festung.

Am Abend erhielt der General Winning indessen die Nach-richt, daß der General Blücher mit seinem Korps in der Gegendvon Kratzburg, Ankershagen rc. stehe. Ein Offizier ging sogleichab, um den General Blücher Meldung von der Anwesenheitdes Weimarschen Korps zu machen und ihn von den Absichtendes Generals Winning zu unterrichten.

Der General Blücher verwarf den Plan der Einschiffung beiRostock. Ihm war es zur Hauptsache geworden, so viel feind-liche Kräfte als möglich von der Oder zu entfernen, um denRussen und den preußischen Truppen die Zeit zu verschaffen, jenenFluß zu erreichen. Er wollte nötigenfalls eine Schlacht wagen,aber doch wo möglich nicht früher, als bis jener Zweck erreichtwar, da vorauszusehen, daß im Fall der Niederlage das Korpsaufgerieben werden mußte. Der General zählte besonders aufseine zahlreiche und gute Kavallerie, die wohl die Entscheidungauf seine Seite bringen konnte.

Hiernach wurde folgende Disposition entworfen:

Die Richtung des weitern Marsches wird auf Lauenburggenommen. Der Major Graf Chasot und Lieutenant Thile I.gehen voraus, um die Verpflegungs-Anstalten anzuordnen undum die Schiffer und Fähren zu dem beabsichtigten liebergang bei