239
Wobeser in Rheinsberg, den Herzog von Weimar zwischen Havel-berg und Kyritz verlassen.
Der General Blücher setzte am 28. Oktober um 2 Uhr inder Nacht die 1. Division von Fürstenberg in Bewegung, ummit Tagesanbruch beide Divisionen bei Lychen zu vereinigen. DieErmattung der Truppen war so groß, daß Leute todt zu Bodenfielen; die Anzahl der Maroden war außerordentlich gewachsen.Die Blücherschen Husaren machten die Arriergarde; das Regmt.Usedom-Husaren und die Füsiliere deckten der Kolonne die rechteFlanke auf Bredereiche und Antonettenlust in der Höhe von Lychen.
Kaum hatte sich das Korps bei Lychen vereinigt, als auchdie Arriergarde des Blücherschen Husaren-Regmts. im Walde vorLychen angegriffen wurde. Sobald das Gros des Regimentsaus dem Walde defilirt war, ließ es der General Blücher in derRichtung auf Ruthenberg herausziehen, während die Arriergardeunter dem Major Kainecke auf der großen Straße verblieb. Eswar 11 Uhr Vormittags. Das Husaren-Regiment hatte kaumaus der Marsch-Kolonne sich in Zügen formirt, als der Zug ander Queue aus einer links vorspringenden Waldecke angegriffenwurde. Das Regiment schwenkte mit Zügen rechtsum kehrt; die3 vorder» Schwadronen unter dem Major Sydow griffen an,warfen die vordem Abtheilungen, fanden den Feind aber zu stark,um weiter vorschreiten zu können; als indessen auch die 4 fol-genden Schwadronen vorgingen, und die etwa 150 Pferde starkeArriergarde des Majors Kamecke hcrbeicilte, wurde der Feind bisin den Wald zurückgeworfen. An dem Rande desselben stießendie verfolgenden Husaren auf 2 feindliche Chasseur-Regimenter,von welchen sie mit Karabincrfcuer empfangen, und auf die bei-den noch nicht ins Gefecht verwickelten Schwadronen, die bis aufeine Höhe vor dem Walde gefolgt waren, zurückgewiesen wurden.Die beiden frischen Schwadronen behielten Fassung. In diesemAugenblick traf das Regiment Usedom-Husaren ein, das sich, so-bald es das Feuer bei Lychen gehört, links gewandt hatte, Lychenrechts lassend zur Unterstützung herbcigceilt war und auf diesemWege bereits die vom Feinde angegriffene Bagage befreit hatte.Der verfolgende Feind wurde nun gemeinschaftlich angegriffen, in