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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
Entstehung
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ihn von einem unüberlegten Schritt abzuhalten, kam indessen zuspät. Der Graf Bronikowski') hatte dem in Anklam komman-direnden Offizier des 22. Dragoner-Regiments bereits einen sol-chen Bericht von dem Zustand der Kolonne gemacht, daß demGrafen Henckel bei seiner Ankunft nichts übrig blieb, als für dieLangwerthschc Kolonne die Prittwitzsche nannte er nichteine Kapitulation abzuschließen. Die Bedingungen lauteten:

1) Die Bedeckung legt die Waffen nieder und ist kriegsge-fangen;

2) die Offiziere behalten ihr Eigenthum, gleich den Unter-offizieren und Gemeinen, daS königliche Eigenthum wird abge-geben;

3) von Nachmittags 6 Uhr am 1. Novbr. darf nichts mehrdie Peene passiren, und was übergeht, ist mit in die Kapitulationcingeschlossen.

Der Major Langwerth begab sich, um bessere Bedingungenzu erhalten, selbst nach Anklam.

Während dessen näherte sich eine feindliche Streifpartei unterdem Obersten Darü der Stadt Wolgast. Der Oberst-LieutenantPrittwitz, der mittlerweile ebenfalls von Usedom eingetroffen war,wurde durch einen Parlamentair zur Uebergabe aufgefordert. Erversuchte vergebens dem Franzosen den Unterschied zwischen könig-lichen und Regimentskassen begreiflich zu machen; man verlangtedie Auslieferung aller Kassen, so wie auch das Eigenthum derabwesenden Offiziere. Da endlich wenigstens die letzte Forderungnachgelassen wurde, mußte sich der Oberst-Lieutenant Prittwitz ent-schließen, eine zweite Kapitulation abzuschließen, die sich also vonder ersteren dadurch unterschied, daß auch die Regimentskassenabgegeben wurden. Sie kam am 3. November Morgens zurAusführung. Die Parkkolonne Nr. 8. des Lieutenants Tralles,die sich der Bagage angeschlossen, hatte die Zeit benutzt, die Fahr-zeuge verbrannt und die Munition ins Wasser geworfen.

Es giebt für das Verhalten des Majors Langwerth keineandere Entschuldigung, als die gänzliche Erschöpfung aller Kräfte,

1) Er ging bald daraus in die Dienste der Polnischen Insurgenten.