Der im Abmarsch nach Anklam begriffene Rittmeister Hitlerwurde mit den Detaschements von Bailliodz-Kürassiieren, Hertzberg-Dragonern und dem Depot deS Leib-Kürassier-Regiments vonallen Seiten vom Feinde umringt und gefangen genommen.
Es unterscheidet sich diese Kapitulation wenig von der zuPasewalk. Der Fall von Stettin konnte dem General Bila dieHoffnung nicht benehmen, noch zu entkommen; es blieb ihm imschlimmsten Fall noch der Versuch übrig, sich bei Swienemündeeinzuschiffen. Uebrigens kann die Möglichkeit, später gefangen zuwerden, es niemals rechtfertigen, daß man, ohne den Versuchdurchzukommen, sich sogleich ergiebt. Die Ermüdung von Mann-schaft und Pferden mag sehr groß gewesen sein, aber die Infan-terie hatte sich wohl bereits in etwas erholt, und nur noch einenMarsch von Meilen bis zur Pinnower Fähre, die Kavallerienach Lassahn 2^ und nach Wolgast 3 Meilen, wo man mit allerMuße übersetzen konnte, wenn man einen kleinen Theil an derPeenebrücke bei Anklam opferte. Versenkte man die benutztenFähren, so war man vor jeder Verfolgung des Feindes sicher,und konnte ungestört auf der Insel Usedom Leute und Pferderuhen lassen, denn so arm ist die Insel nicht, daß sie nicht un-mittelbar nach der Ernte für ein so kleines Detaschement hätteLebensmittel anstreiben können. Die Vorstellung der Stadt An-klam hatte gar keinen Sinn; es konnte ihr das Gewehrfeuer ander Brücke unmöglich besondern Schaden zufügen, und um demTumult, den ein solches Gefecht veranlaßt, zu entgehen, kannman doch nicht verlangen, daß ein Paar tausend Mann sich derSchande einer Kapitulation unterziehen.
Kapitulation von Wolgast am 2. und 3. November.
Der Major Langwerth, der am 22. Oktober mit der Bagageder Truppen des Fürsten Hohenlohe von Genthin abgegangen
So viel Worte, so viel Unwahrheiten; aber ehrenvoller für die preußischenGenerale wäre es gewesen, sie hätten sich auf diese Weise zur Kapitulationgenöthigt gesehen.
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