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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Arriergarde noch am 26. diesseits Ruppin anzukommen, und woirgend möglich noch in der Nacht weiter gegen Fürstenberg vor-zurücken, so daß mau sieht, der Fürst nahm an, daß der GeneralBlücher nicht mehr auf dem geraden Wege über Zehdcnick undTemplin Prenzlau erreichen könne.

Der General Beeren, der sich mit der wenigen Kavallerieder Kolonne bei Hertzberg — südlich von Lindow — versammelnsollte, erhielt den Befehl, auf seiner Huth zu sein, und sobaldals möglich nach Schönermark zu marschircn, wo man ihn er-warten werde.

Unterdessen hatte die Infanterie der Hauptkolonne ihren Marschnach dem Rendezvous bei Schönermark fortgesetzt, wahrend allebisher noch geduldete Bagage — die Kriegskasse, die Komman-deurchaisen, Packpferde, Provianttrain, Brvdwagen rc. — unterdie Befehle des Intendanten, Oberst-Lieutenant Prittwitz, gestellt,und unter der Bedeckung des Grenadier-Bataill. Sack und von-iO Pferden, schon von Lindow links dirigirt wurde, um überAlt-Strelitz und Pasewalk Stettin zu erreichen, vor allen Dingendie Kriegskasse zu retten, und den Marsch der Truppen nicht wei-ter zu hindern.

Um 9 Uhr stand die Infanterie ans dem Rendezvous Schö-nermark, unfern Gransee, bereit. Der Fürst versuchte daselbstdurch eine kurze, an jedes Bataillon besonders gerichtete Anrededen Geist und das Vertrauen der Truppen aufs Neue zu bele-ben. Er sagte ihnen: „sie würden noch einige beschwerliche Tagezu bestehen haben — er forderte sie auf, auch diese mit dem ge-wohnten Muth und mit Beharrlichkeit auszudauern — so wiesie über die Oder sein würden, wollte er dafür sorgen, daß siegute Quartiere, Verpflegung und Ruhe bekämen." Es zeigte sichnirgends eine Spur von Mißvergnügen; einige Bataillone zeigtensogar wieder den besten Geist.

Auf dem Rendezvous stießen der Rittmeister Alvenslcben undLieutenant Nostitz von ihrer längs der Havel unternommenen Re-kognoszirung wieder zum Fürsten, und sagten aus, daß ein an-lehnliches Korps feindlicher Kavallerie über Oranienburg undLiebenwalde zur Verfolgung im Anmarsch sei, und daß die Korps