116
dem Befehl des Generals Gr. Schwerin befanden sich die Ka-vallerie-Brigaden Schwerin, Wobeser und Kalte, die Infanterie-Brigade Hagen und die leichte Brigade Bila mit den WarschauerFüsilieren und den Weimarschen Jägern, den Husaren von Blücher,Gettkandt und Bila. Der Kolonne des Generals Schimmelpfen-uig wurden noch die Husaren von Württemberg und die Jäger-Kompagnien Werner und Valentini zugewiesen. — Die Kavallerie-Kolonne wurde angewiesen, Kavallerie-Kommandos längs derElbe auszusendcn, um alle Fähren diesseits in Beschlag zunehmen, und durch fleißiges Patrouilliren von Rogätz über Pareysich schnell von einem etwaigen llebergangsversnch des Feindeszu unterrichten. Diese Kommandos sollten die Elbe nicht früherverlassen, als bis sie durch die Avantgarde des Herzogs vonWeimar abgelöst würden. Der Major Schmude von Königin-Dragonern mit 70 Dragonern und 10 Husaren wurde von derHaupt-Kolonne an der Elbe zu demselben Zweck zurückgelassen.— Als man sich überzeugte, daß es wegen der Entfernung derKavallerie-Kolonne unmöglich sei, für jeden Tag deren Quartiereim Detail aus dem Haupt-Quartier anzuordneu, sandte man denHauptmaun Schöler vom Generalstab zum General Gr. Schwe-rin, um die nölhigen Anordnungen an Ort und Stelle zu treffen;vorher wurde derselbe aber beordert, längs der Elbe vvrzugehen,um die vom linken Ufer sich einsindenden Kavallerie-Regimenterzurecht zu weisen.
Die mitgesührte Bagage, durch welche der Marsch der Trup-pen noch fortgesetzt ausgehalten wurde, erhielt die Anweisung,noch am 22. Nachmittags sich bei Bieritz zu versammeln, umunter dem Befehl des Majors Langwerth vom Regmt. Treuen-fels, der zum General-Wagenmeister ernannt wurde, in einemgrößer» Bogen über Rhinow und Kyritz, am 25. nach Wittstockzu marschiren und daselbst weitere Befehle abzuwarten. Ein ge-mischtes Kommando unter dem Hauptmann Freyberg von Köitigvon Bayern-Dragonern, sollte die Ordnung der Bagage auf demMarsch erhalten. Es wuchs diese Kolonne mit jedem Tage, jenachdem die aus Magdeburg nachrückende Bagage sie ereilen