temberg der Befehl zugehen, sofort von Halle nach Wittenbergaufzubrechen, und alle Anstalten zur Vertheidigung der Elbüber-gänge bei Torgau, Wittenberg und Roslau zu treffen. VonButtstädt aus wurde auch der Herzog von Weimar und der Ge-neral Winning angewiesen, auf Nordhausen zu marschiren, umnöthigenfalls über den Harz Magdeburg zu erreichen. Bei Butt-städt war man endlich gewiß, trotz der eingetretenen Dunkelheit,die Masse der versprengten Mannschaft zu versammeln, da derInstinkt die Leute von selbst auf den noch möglich nächsten Wegzur Heimath führte.
Hatte man in der Umgegend von Buttstädt ohne SchonungAlles in Beschlag genommen, was zur augenblicklichen Sättigungvon Mannschaft und Pferden erforderlich war/) sobald man sichnur durch vorgeschobene Kavallerie nach allen Richtungen, vonwo der Feind kommen konnte, die Ruhe gesichert hatte, so konnteman am 15>. Vormittags in zwei Kolonnen aufbrechen; mit dennoch geordneten Truppen, also zunächst mit den Reserven und derMasse der Kavallerie in der Straße über Rastenberg nach Roß-leben; mit den nicht mehr in Reih und Glied befindlichen Mann-schaften, Resten von Regimentern, Trains re. in der Straße nachArtern, um weiter mit der ersteren Kolonne am 16. über Quer-furt die Gegend von Halle zu erreichen und von dort die Ver-einigung mit dem Herzog von Württemberg an der Mittlern Elbezu suchen, mit der andern Kolonne von Artern über Sangerhau-sen und Eisleben den Weg nach Magdeburg einzuschlagen.Kavallerie-Abtheilungen kotoyirten den Marsch der RoßlebenerKolonne rechts, um dieselbe bei Zeiten von dem Anmarsch feind-licher Kolonnen zu benachrichtigen. Konnte man den Uebergangbei Halle nicht mehr benutzen, so war es immer noch möglich,von Querfurt links aus Wettin abzubiegen, um Dessau zu er-reichen, waS kein Feind' verwehren konnte. Die Hohenlohe-Rü-
1) Zu einer Zeit, wo die Masse der Winter-Kartofseln noch in der Erdesteckte, wo das eingebrachte Getreide bereits zum großen Theil gedroschenwar, konnte man die Truppen und Pserde für eine Nacht ohne weit auszu-greisen wohl nothdürstig verpflegen.