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2 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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Der Herzog hielt den Zeitpunkt nicht für schicklich, das Korpszu verlassen und ignorirte einstweilen den Empfang des Schrei-bens, so daß er selbst in seiner Meldung an den Fürsten Hohen-lohe desselben in keiner Weise erwähnte. Der Oberst Yorck erhieltden Befehl, sämmtliche zum Uebergang benutzte Fähren zu ver-senken, und ein Detaschement ging die Elbe abwärts, um gleicher-weise mit den Fähren bei Werben und Lenzen zu verfahren.Es sind in Obigem somit die verschiedenen Abtheilungen dergeschlagenen Armee, unbeachtet der Zeit ihres Eintreffens, bis andie Elbe geleitet worden, um in gleicher Weste sie nun auch aufihrem Marsch zur Oder zu betrachten, wohin das nächste Augen-merk gerichtet war, da man, bei der eingeschlagenen Richtung desRückzuges, an der Elbe keinen Abschnitt hatte finden können, derdem Feinde einen augenblicklichen Stillstand geboten hätte.

Die Verluste der Armee auf dem Rückzuge waren sehr groß;

habe, und mich im Namen Ihrer treuen Unterthaneu und Vasallengebeten, diesem Verlangen sreundlichst nachzukommen. Die mit einerWeigerung verknüpfte Gefahr ist eben so augenscheinlich als groß. Ichhabe daher, da ich damals nicht wußte, wo sich E. Liebden mit demKorps befanden, dem Herrn von Vollzogen unterm 18. d. ausgetragen,Ihnen meine Genehmigung dazu so schleunig als möglich zukommenzu lassen. Wahrscheinlich hat er es Ihnen bis jetzt nicht melden kön-nen, und ich eile daher in dem Augenblick, wo ich Ihren Standpunktvernehme, Sie dringend zu ersuchen, sobald es Ihnen nur möglich ist,dem Verlangen des Kaiser Napoleon zu willfahren, das Kommandoauf den im Rang folgenden General zu übertragen, und für die Wohl-fahrt Ihrer Lande und Ihres Hauses sich aus die bestmöglichste Weisezu arrangiren; indem ich Sie von allen Verhältnissen gegen mich, so-weit dieselben Ihnen hierin hinderlich sein könnten, entbinde. Ew.Durchlaucht kennen mich, und ich dars wohl nicht viel Worte darübermachen, wie schmerzlich es mir fällt, mich von einem so treuen Bundes-genossen zu trennen "

Aber die unglückliche Lage der Umstände gebieten dieses Opfermir wie Ihnen, und ich werde übrigens bei den eingeleiteten Friedens-Unterhandlungen Ihr und Ihres Hauses, wie Ihrer Lande Bestes alsmein eigenes Interesse wahrnehmen. Mit wahrer Hochachtung und

Freundschaft verbleibe ich.

Küstrin, den 21. Oktober 1806.

Friedrich Wilhelm.