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Der Rückzug wurde also nicht angetreten; selbst die Bagageverblieb beim Korps, ja am 17. Morgens 4 Uhr sandte derHerzog sogar dem Füsilier-Bataillon Borell den Befehl, in Ge-meinschaft mit 5,0 Husaren von Usedom unter dem RittmeisterCalbow nach Merseburg wieder vorzugehen, um diese Gegend nocheinmal zu rekognosziren, da bedeutende feindliche Kräfte dort ein-gerückt sein sollten. —
Der M. Bernadotte, der am 16. in und bei Querfurt mitseinem Korps eingetroffen war, um in gerader Richtung vonWeimar nach Magdeburg vorzugehen, wurde daselbst benachrich-tigt, daß das Reservekorps des Herzogs Eugen von Württembergbei Halle lagere. Der Marschall, der von Napoleon nur denallgemeinen Befehl hatte, den Preußen nach Kräften Abbruch zuthnn, und die Straße von Erfurt und von Weißenfels auf Hallezu unterbrechen, überhaupt die geschlagene Armee zu verhindern,Halle, und damit die direkte Verbindung über die mittlere Elbe,wieder zu gewinnen, glaubte es diesem allgemeinen Befehl ganzentsprechend, wenn er seinen Marsch auf Halle richtete, um daspreußische Korps anzugreifen und zu schlagen. Er setzte sich dem-zufolge in der Nacht zum 17. um 2 Uhr in Bewegung.
Die Division Düpont mit dem 2. Husaren-Regmt. machtedie Tete und marschirte von Querfurt über Schaasstädt; ihr folgtedie Division Rivaud; die Division Drouet ging zur Reserve undzur Deckung der linken Flanke über Deutschenthal. —
Am Morgen des 17. um 6 Uhr, als ein nach Dresden ge-schickter und zurückkehrender Kourier eine Relation der Schlachtenbei Jena und Auerstädt mitgebracht hatte, wurde auf wiederholtedringende Vorstellungen des Majors Bergen, daß man nach derElbe abmarschiren müsse, vom Herzog Eugen eine Zusammcn-berufung der Divisionsgenerale in dessen Quartier in Halle be-fohlen. Mit diesen Generalen wurde nun der Rückmarsch über-
diesem Sinne geschrieben, als vom Minister Grafen Haugwitz ein Schreibenvom 13. aus Weimar in Berlin eingetrofsen war, in welchem die Linksnm-gehung auf Naumburg von Seiten der Franzosen mitgetheilt, und die Be-hörden anfgesordert wurden, Alles zu retten, was von Werth sei.