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zier als Kourier durch Halle nach Dresden, der von der Nieder-lage der Hohenloheschen Armee bei Jena, von der völligen Auflö-sung und Gefangennehmung der sächsischen Armee daselbst undvon dem Rückzüge der preußischen Armee nach dem Harz Nach-richten brachte. Um 7 Uhr Abends kehrte der Lieutenant Traben-seld von Eisleben zurück. Er hatte den verwundeten Herzog vonBraunschweig nirgends finden können, hatte aber in Sangerhansenden General Tschammer getroffen, der noch an demselben Tagenach Mansfeld marschiren und die Pässe der Bode besetzen wollte,um den etwaigen Rückzug des Herzogs von Württemberg überBernburg zu sichern. Obgleich der Herzog nun auch durch dieHalberstädtsche Kammer von dem Rückzuge der geschlagenen Armeeüber Nordhauseu benachrichtigt wurde, also an dieser Rückzugs-richtung nicht zu zweifeln war, so konnte er sich doch noch nichtentschließen, Halle zu verlassen, da er doch erst alle Truppen glaubteversammeln zu müssen, und den Befehl vom Könige hatte, beiHalle für die Armee ansehnliche Vorräthe von Brod, Schlacht-vieh rc. in Bereitschaft zu halten. Es fehlten allerdings noch dasInfanterie-Regiment Treskow, das in der Höhe von Wettin undRottclsdorf auf dem linken Saaluser Nachtquartier hatte, fernerdas Rcgmt. Heyking-Dragvner, die 12pfündige Batterie Hart unddie Besatzung von Leipzig, indessen den Dragonern und der Bat-terie ging man entgegen, wenn man sich zur Sicherung der gera-den Verbindung über Berlin auf Wittenberg zurückzog, dem Regmt.Treskow konnte der Befehl zugeschickt werden, bei Wettin dieSaale zu passiren, und die Besatzung von Leipzig konnte sich derArriergarde anschließen. Der gedachte Befehl des Königs hatteaber gar keinen Sinn mehr, da der Herzog durch den GeneralTschammer genügend über die Verhältnisse der Armee aufgeklärtworden war.')
1) Es scheint nicht, daß der Herzog das durch den General Zastrowam 15. aus Sömmerda auf Befehl des Königs adgefertigte Schreiben em-pfangen hat; dagegen ist es ziemlich sicher, daß man von Berlin aus denHerzog aufforderte, nicht auf Halle zu gehen, sondern sich ans dem rechtenElbufer zur Deckung der Uebergänge bei Wittenberg und Rvslau, und so-mit zur Sicherung von Berlin, aufzustellen, und zwar hatte man ihm in