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5 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 3]
Entstehung
Seite
351
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Meine Schwester gebahc einen Sohn,die Unpäßlichkeit meines Dakers verhinderteihn nicht, zu ihr zu reisen. Dcnm Anblickdes Kindes war er unglaublich steiler undfroh, und bey der Taufe erschien er mir ge-gen seine Art wie begeistert, ja ich möchtesagen, als ein Genius mit zwey Gesichtern.Mit dem einen blickte er freudig vorwärtsin jene Regionen, in die er bald einzugchcnHostie; mit dem andern auf das neue, hoff-nungsvolle irdische Leben, das in dem Kna-ben entsprungen war, der von ihm abstamin-te. Er ward nicht müde auf dem Rückwegemich von dem Kinde zu unterhalten, vonseiner Gestalt, ferner Gesundheit, und. demWunsche, daß die Anlagen dieses neuen Welt-bürgers glücklich ausgebildct werden möch-ten. Seine Verachtungen hierüber dauer-ten-fort, als wir zu Hause, anlangten, underst nach einigen Tagen bemerkte man eine