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5 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 3]
Entstehung
Seite
350
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fristen. Ich gcnaß, und war nach meinerArt wohl, konnte wieder meine Pflichten,obgleich nur auf eine kümmerliche Weife, er-füllen.

Meine Schwester ward wieder guterHoffnung. Mancherlcy Sorgen, die in sol-chen Fällen der Mutter anvertraut werden,wurden mir mitgetheilk; sie lebte nicht ganzglücklich mit ihrem Manne, das sollte demVater verborgen bleiben, ich mußte Schieds-richter seyn, und konnte es um so eher, dainein Schwager Zutrauen zu mir hatte, undbeyde wirklich gute Menschen waren, nurdaß beyde, anstatt einander nachzufehen, miteinander rechteten, und aus Begierde, völligmit einander überein zu leben, niemals einigwerden konnten. Nun lernte ich auch dieweltlichen Dinge mit Ernst angrcifen, unddas ausübcn, was ich sonst nur gesungenhakte.