Igo
haupten zu können, daß ein Großer wohlFreunde haben, aber nicht Freund seynkönne.
Mignon drückte sich immer fester an ihn.
Nun gut, versetzte einer aus der Gesell-schaft: wir brauchen ihre Freundschaft nicht,und haben sie niemals verlangt. Nur soll-ten sie sich bester auf Künste verstehen, diesie doch beschützen wollen. Wenn wir ambesten gespielt haben, hat uns niemand zu-gehört; alles war lauter Partheylichkeit.Wem man günstig war, der gesteh und manwar dem nicht günstig/ der zu gefallen ver-diente. Es war nicht erlaubt, wie oft dasAlberne und Abgeschmackte Aufmerksamkeitund Beyfall auf sich zog.
Wenn ich abrechne, versetzte Wilhelm,was Schadenfreude und Ironie gewesen seynmag: so denk ich, es geht in der Kunst wiein der Liebe! Wie will der Weltmann bey
/