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4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
Entstehung
Seite
190
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Igo

haupten zu können, daß ein Großer wohlFreunde haben, aber nicht Freund seynkönne.

Mignon drückte sich immer fester an ihn.

Nun gut, versetzte einer aus der Gesell-schaft: wir brauchen ihre Freundschaft nicht,und haben sie niemals verlangt. Nur soll-ten sie sich bester auf Künste verstehen, diesie doch beschützen wollen. Wenn wir ambesten gespielt haben, hat uns niemand zu-gehört; alles war lauter Partheylichkeit.Wem man günstig war, der gesteh und manwar dem nicht günstig/ der zu gefallen ver-diente. Es war nicht erlaubt, wie oft dasAlberne und Abgeschmackte Aufmerksamkeitund Beyfall auf sich zog.

Wenn ich abrechne, versetzte Wilhelm,was Schadenfreude und Ironie gewesen seynmag: so denk ich, es geht in der Kunst wiein der Liebe! Wie will der Weltmann bey

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