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4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
Entstehung
Seite
191
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seinem zerstreuten Leben die Innigkeit erhal-ten, in der ein Künstler bleiben muß, wenner etwas Vollkommenes hervorzubringendenkt, und die selbst demjenigen nicht fremdscyn darf- der einen solchen Antheil amWerke nehmen will, wie der Künstler ihnwünscht und hofft.

Glaubt mir, meine Freunde, es ist mitden Talenten wie mit der Tugend: man mußsie um ihrer selbst willen lieben, oder sieganz aufgeben. Und doch werden sie beidenicht anders erkannt und belohnt, als wennman sie, gleich einem gefährlichen Geheim-niß, im Verborgnen üben kann.

Unterdessen, bis ein Kenner uns aufsindet,kann man Hungers sterben, rief einer ausder Ecke.

Nicht eben sogleich, versetzte Wilhelm.Ich habe gesehen, so lange einer lebt undsich rührt, findet er immer seine Nahrung,