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4 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 2]
Entstehung
Seite
189
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Wunder, und wie viele Mittel hat er, dieeinmal erworbenen Geister fest zu halten.Uns kommt alles seltner, wird alles schwerer,und wie natürlich ist eü, daß wir auf das,was wir erwerben und leisten, einen großer,,Werth legen. Welche rührende Beispielevon treuen Dienern, die sich für ihre Herrenaufopferten! Wie fchön hat uns Shakespcarsolche geschildert! Die Treue ist, in diesemHalle, ein Bestreben einer edlen Seele, einemErvßern gleich zu werden. Durch fort-dauernde Anhänglichkeit und Liebe wird derDiener seinem Herrn gleich, der ihn sonstnur als einen bezahlten Sklaven anzusehcnberechtigt ist. Ja, diese Tugenden find nurfür den geringen Stand; er kann ste nichtentbehren, und ste kleiden ihn fchön. Wersich leicht loskaufen kann, wird so leicht ver-sucht, sich auch der Erkenntlichkeit zu über-heben. Ja, in diesem Sinne glaube ich be-