Viehzucht, besonders starke Schaaftucht, mit der feinsten Wolle.Die Lasckemirer sprechen einen alt - hindosianiscben Dia-iekr, welcher sich der Samskreian- Sprache nähert, (s. im Fol-genden, (Dffinöirn, Sprachen). Man verfertigt hier die beste»Sbawl», meistentheils ans lhibetauischer Schaaf-Wolle. Vonden Bekenner» der braminischen Religion wird Kaschmir, wegenseiner natürlichen Vorzüge, als ein heilige» Land verehrt; manfindet daher eine Menge Tempel und Hciligthümer dieses Be-kenntnisses in dieser Landschaft. In O. ist, nach Gentil, der Duftsgn Darmoderi.
Hauptstadt ist: Serin agar, oder Sici'nagur, auchLasshmir genannt; L. 36“, 30'; am Flusse Behat, ohn-wcit des Dali-Sees, eine große St., mit vielen Lustgärten undLandhäusern außerhalb) derselben. Hier ist eine Haupt-Werk-siatte von den ebengcnamuen feinen Shawls-Zeugen.
Die Städte: ftampour, oder Le,«der, auch Penipour ge-nannt, Islamadav, Seuipre, Ss.chhebpur, ohnweit des Zen-lang-Sees, an einem Arme des Behüt, und Laramuleh, amBehutfl. ^
8) Die Provinz Sind,, oder Tarra, an dem Nieder-In-dus, an den Mündungen desselben, ein heißes, ungesundes, sal-pekerreicbes Land, zum Theil, insonderheit an den Küstenstrichen,niit großen Sandsteppen; in den nördlichen Abschnitten, mitfruchtbarem Boden, welcher viel RciS bringt. Ur.ter den Ein-wol*,ern befinden sich zum Theil wilde halb-Nomaden, vonwelchen der mohhammedamsche Rauberstamm Nomnrv/ am be-kanntesten ist. Nebst Fischcrey, betreibt man in einigen Gegen-den Ackerbau. Diese Provinz hat ihren eignen mohhammeda-flischen, dem Schah von ».anvahar zinsbaren Fürsten (Subah).
Die Residenz desselben ist in Rhudabao, nach andern inHpdrabao, (spr. Hheydrabad), am-Indus; Nnst'erpur, oderNassapne, St. C«tta, oder Sind,, aus einer Mündungs-Inseldes Sinofl., eine ansehnliche Handelsstadt, jetzt jedoch mit min-dern Geschäften als in vorigen Jahrhunderten, wo Tatta auchviele Seiden-, Wollen-, Baumwollen-Manufakturen unter-hielt. In eben dieser Zeitsrist war Tatta eine bohr Schule derHindus, vom braminischen Bekenntnisse. Man zahlte hier an420 Kollegien, in welchen junge Leute in Religion, Philosophie,und andern indischen Wissenschaften unterrichtet wurden. —Nach einigen Berichten soll ein Theil der Provinz Mulran zudem afghanischen Reiche gehören.
Einwohner: Persien, ehemals ein blühender Staat, ist inden neuern Zeiten, seit I. 1747 durch unaufhörliche bürgerlicheUnruhen sehr entvölkert worden. Im 1 .1796 schätzte man die
An-