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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
Seite
297
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Von d. übrigen Tuge'nden u. Laftern. ty?

Wohlgefallens; wenn auch gleich die Quelle unfresWohlgefallens diefelbe ift, und aus der Sympathieund einem Begriffe ihrer Nützlichkeit herriihrt. Esift etwas Unerklärliches in diefer Verfchiedenheitunfrer Gefühle; aber es ift diefes dennoch etwas,welches wir bei allen unfern Leidenfchaften und Em-pfindungen erfahren.

Sechfter Abfchnitt.

Befehl u fs diefes Buchs.

So hoffe ich nun endlich, dafs im Ganzen nichtsmehr zu einem genauen Beweife diefes Syftems derSittenlehre fehlt. Wir find überzeugt, dafs dieSympathie ein fehr mächtigesPrincip in der menfeh-lichen Natur ift. Wir find ferner gev.ifs, dafs fieeinen grofsen Einflufs auf unfre Empfindung desSchönen hat, fowohl wenn wir äufsere Objekte an-fehen, als wenn wir über moralifche Gegenftändeurtheilen. Wir finden, dafs fie hinreichende Krafthat, uns die ftärkften Empfindungen von Wohlge-fallen beizubringen, wenn fie auch allein ohne Kon-kurrenz irgend eines andern Princips wirkt; wiebey der Gerechtigkeit, dem bürgerlichen Gehor-fam, der Keufchheit und der guten Lebensart. Wirkönnen bemerken, dafs fich alle zu ihrer Wirkungerfoderlichen Umftände in den mehreften Tugen-den finden; denn der gröfste Theil derfelben zieltauf das Wohl der bürgerlichen Gefellfchaft oder aufdas Wohl der Perfon, welche fie befitzt. Wenn

wir