lieber die menfchliche Natur.
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wir alle diefe Umftände vergleichen, fo können wirnicht zweifeln, dafs die Sympathie die hauptfäch-lichfte Quelle des moralifchen Unterfchieds ift; be-fonders, wenn wir erwägen, dafs kein Einwurfgegen diefe Hypothefe in einem Falle aufgeworfenwerden kann, der fich nicht zugleich auf alle Fälleerftrecken lollte. Die Gerechtigkeit wird gewifsum keines andern Grundes willen gebilliget, alsweil ne dem allgemeinen Beften zuträglich ift; unctdas allgemeine Befte ift uns ganz gleichgültig, auf-fer fo weit uns die Sympathie dafür einnimmt.Ein gleiches können wir in Beziehung auf alleübrigen Jl ugenden annehmen , "welche eine ähnlicheBeziehung auf das allgemeine Befte haben. Sie ha-ben ihr ganzes Verdienft von unfrer Sympathie mitdenen, welche Nutzen davon ziehen: fo wie dieTugenden, welche eine Beziehung auf das Befteder Perfon haben, die damit veri'ehen ift, ihr Ver-dienft von unfrer Sympathie mit ihr entlehnen.
Die mehreften Menfchen werden leicht zuge-ben, dafs die nützlichen Eigenfchaften um ihresNutzens willen tugendhaft t find. Diefe Art zu den-ken ift fo natürlich, und kömmt bei fo vielen Gele-genheiten vor, dafs wenige ein Bedenken findenwerden, fie als gültig zuzulaffen. Wenn nun diefeseinmal zugeftanden ift, fo rnufs man die Kraft derSympathie nothwendig auch zugeftehen. Die Tu-gend wird angefehen als Mittel zu einem Zweck.Mittel zu einem Zwecke find nur etwas werth, fofern der Zweck einen Werth hat. Nun ift uns
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