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Von d. übrigen Tugenden u. Laftern. 295
klar, dafs jene Empfindung von einer Sympathiemit denen herrühren mufs, welche von der Perlon ,die wir achten und ehren, abhängen, unddiein einerunmittelbaren Verknüpfung mit ihr ftehen. Wirfehen fie als eine Perfon an, die fähig ift zur Glück-feligkeit oder zum Wohlfeyn feiner Nebengefchöpfeetwas beizutragen, und mit den Empfindungen,welche letztere von jenem Menfchen haben, fympa-thifiren wir von Natur. Und diefe Betrachtungwird zur Rechtfertigung meiner Hypothefe dienen,nach welcher ich das dritte Princip den übrigenbeiden vorziehe, und unfre Achtung gegen denReichen aus einer Sympathie mit dem Vergnügenund Nutzen erkläre, den fie felbft von ihren Güternziehen. Denn da auch nicht einmal die übrigenbeiden Principien in einer gehörigen Ausdehnungwirken, oder zur Erklärung aller Erfcheinungen die-nen können, ohne dafs man eine Sympathie dereinen oder andern Art zu Hülfe nimmt; fo ift esdoch viel natürlicher, diejenige Sympathie zu wäh-len, welche unmittelbar und direkte wirkt, alsdiejenige, welche indirekte und durch Umfehweifegeht. Ich kann noch hinzufügen, dafs wo Reicn-thum und Macht fehr grofs ift, und die Perfon inder Welt angefehen und wichtig macht, das Ver-gnügen zum Theil noch aus einer andern Quellehergeleitet werden kann, die von jenen darin Ver.fchieden ift, nemlich von ihrem Intereffe, das fieder Seele durch den Anblick der Menge und Wich-' tigkeit der Folgen ertheilen, wiewohl wir ebenfalls,
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