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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
Seite
268
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Unglücks ift, fo ift fo etwas Blendendes in feinetnCharakter, die blofse Anfchauung erhebt die Seelefo, dafs wir ihm unfre Bewunderung unmöglich Ver-lagen können. Die Unluft, welche wir wegen feinenEigenfchaften, der Gefellfchaft zu fchaden, empfin-den, wird durch eine viel ftärlcere und unmittelba-rere Sympathie überwältigt.

So dient alfo unfre Erklärung des Verdienftesoder der Schuld, die mit den verfchiedenen Gra-den des Stolzes oder der Selbftachtung verknüpft ift,zum ftarken Beweife für die vorhergehende Hypo-thefe, indem fie die Wirkungen jener eben erläu-terten Principien in allen den mannichfaltigenAbänderungen unfrer Urtheile über jene Leiden-fchaft zeigt. Und diefes Raifonnement wird unsnicht nur dadurch nützlich feyn, dafs es uns zeigt,wie der Unterfchied zwifchen Tugend und Lafteraus den vier Quellen, dem Vorth eil unddem Vergnügen, den fie der Perfon felbftund Andern gewährt, entfpringt: fondern eswird uns auch zu einem ftarken Beweife für einigeuntergeordneten Theile diefer Hypothefe dienen.

Kein Menfch, der diefe Materie gehörig un-terteilt, wird Bedenken tragen, zuzugeben, dafseine Aeufserung einer fchlechten Lebensart, oderein Ausdruck des Stolzes und des hohen Selbft-gefühls, uns blos deswegen mifsfällt, weil es unferneignen Stolz beleidiget, und uns vermittelft der Sym-pathie auf eine Vergleichung bringt, welche die un-angenehme Leidenfchaft der Demuth hervorbringt.

Da