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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
Seite
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viel, der natiirliclierweife mit dem gefährlichen Ein«fluffe auf unfern Charakter und unfre Handlungs-weife verbunden ift. Diefem gemäfs werden wirbemerken, dafs ein übertriebener Muth oder Grofs-muth, befonders wenn fie fich unter einem widri-gen Schickfale zeigt, fehr viel zum Charakter einesHelden beiträgt, und einen Menfchen der Nachweltals ein Objekt der Bewunderung darftellt; wennauch zu gleicher Zeit jene Leidenfchaft fein Glückzerftürt, und ihn in Gefahren und Schwierigkeitenführt, denen er fonft nie würde ausgefetzt gewe-den ieyn.

Heldenmuth oder militärifcher Ruhm Avirdvon dem grüfstsn Theile der Menfchen fehr bewun-dert. Sie fehen ihn als die erhabenke Art des Ver-dientes an. Menfchen von kaltem Nachdenkenfind indeflen nicht fo freigebig mit ihren Lobfprii-clien diefer Tugend. Die unendlichen Verwirrun-gen und Unordnungen, die er von je her in. derWelt verurfacht hat, verringern fein Verdient inihren Augen gar fehr. Wenn fie die gemeinen Be-griffe über diefe Sache widerlegen wollen, fo fchil-dern fie dieUebel, welche diefe vermeinte Tugendin der menfchlichen Gefellfchaft hervorgebracht hat;die Umftürzung der Reiche, die Verwüftung derLänder, die Plünderung der Städte. So lange diefeuns gegenwärtig find, find wir mehr geneigt denEhrgeitz der Helden zu haffen, als ihn zu bewun«dern. Aber fobald wir unfern Blick wieder auf diePerfon felbft heften, die der Urheber alles diefes

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