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3 (1792) Ueber die Moral
Entstehung
Seite
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j6 Ueber die menfchliche Natur.

Erwägung, denn es ift nach meiner Meinung ganzentfcheidend.

Und diefe Schlufsfolge beweifst nicht nur, dafsdie Moralität nicht in folchen Verhältniffen befteht,welche die Objekte der Wiffenfchaft find; fondernwenn man ihr genau nachdenkt, fo wird fie auchmit gleicher Gewifsheit beweifen, dafs fie nicht ineiner Thatfache befteht, welche durch den Ver-ftand entdeckt werden kann. Diefes ift der zweiteTheil unfres Beweifes; und wenn diefes zur Evidenzgebracht werden kann, fo können wir mit Rechtden Schlufs machen, dafs die Moralität kein Objektder Vernunft ift. Aber kann es wohl eine Schwie-rigkeit geben, zu beweifen, dafs Tugend und Lafternicht Thatfachen find, auf deren Exiftenz wir ver«mittelft der Vernunft fchliefsen können ? Nehmt ei-ne Handlung, die nach dem allgemeinen Geftändnifslafterhaft ift, z. B. einen vorfätzlichen Mord. Be-trachtet und unterfucht ihn von allen Seiten und feht,ob ihr diejenige Thatfache oder das reale exiftirendeDing finden könnet, welches ihr Lafter nennt.Ihr mögt es anfehen, wie ihr wollt, ihr findet immernur gewiffe Leidenfchaften, Beweggründe, Beftre-bungen des Willens und Gedanken. Kein andereswirkliches Ding ift hier anzutreffen. Das Lafterentwifcht euch ganz und gar, fo lange ihr das Objektbetrachtet. Ihr könnt es nirgends finden, bis ihreuren Blick in euer eignes Herz lenkt und dafelbftein Gefühl der Mifsbilligung findet, welches in euchgegen diefe Handlung entftehet. Hier ift eine That-fache ;