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Hi»
Hundert und siebenter Brief.
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Beruhigung bei einer drohenden Gefahr
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Sehr herzlich geliebte Schwester! Kßn
Ich betrachte mit vieler Rührung den gegenwärtigenkümmerlichen Zustand Deines Landes und Wohnortes imAllgemeinen, so weit es meine lieben Freunde nahebei be-trübt. O gewiß, der Herr halt sein Auge aus uns; wirstehen in seinem Schutze, und er ist bei uns in der Nochund uns eine sichere Zuflucht bei allen Ungewittern. Laßuns also nur ruhig sein in dem kindlichen Vertrauen, daß ^er Alles geben wird zu der Stunde, wo wir es bedürfen,
Die Welt verrichtet ihr Werk und wir das unsrige. Die siMWelt mag es so oder anders Vorhaben; der Herr aberführt uns nach seinem Rath und nicht nach dem der 'ilzAMenschen. Die Menschen beschließen Dieses oder Jenes, imiider Herr aber spricht: es soll nicht sein und geschehen;und zu den Seinigen spricht der Herr: Hüte dich und U ssei still; fürchte dich nicht, und dein Herz seiunverzagt u. s. w. (Jes. 7, 4.)
Es bleibt dennoch dabei: der Herr regiert und sein Äit kReich kommt; die Aufregungen sind dessen Vorboten nach Hlsden Prophezeihungen unsers Heilandes (Matth. 24. und MMarc. 13, 7.); aber diese Unruhen dürfen unser Herz hilf!nicht beunruhigen, denn der Herr will mit, ja in uns Ätu ksein. Laß darum das Meer wüthen und wallen und die jj.Berge einfallen, der Felsen des Herrn ist die Feste derStadt Gottes (Ps. 46.).
Ich bleibe k
Dein
Dich liebender Mitgenosse im Leiden.
Mülheim, den 17. November 1747.