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Laß uns den recht üben und nicht auf uns achten! Alles, ^was wir sind, sei ewig für unfern Gott! Amen, Jesus,
Im Geiste seiner Liebe bleibe ich
Dein M
verbundener und Dich liebender Mitbruder.
Warum es der Herr uns zuweilen verbirgt und so zu sagennicht wissen läßt, daß er unser Ziel und unsre Selig- .^rkeit ist. Von dem großen geistigen Hunger der Menschen. ..Bei drohenden Landplagen die Dinge allzumenschlich anzu- ,.sehen, ist schädlich.
Sehr werthe und herzlich geliebte
Die innige Neigung zur Einsamkeit und Stille scheintmir nur verliehen zu sein, um mir das Gegentheil be- ^schwerlicher zu machen; doch vielleicht auch, um mich zu Mbewahren durch dieses Gegengewicht, daß ich mich nicht ^zu viel einlasse oder zu großen Antheil nehme an deräußern Thätigkeit. Leben wir nur dem Herrn, dann ist ^an unserm Zufrieden- oder Unzufriedensein, unserm Wohl Moder Uebel nichts gelegen; denn er ist unser Ziel und dar-um unsre Seligkeit, und nicht wir selbst. Es würde beiallen Mühseligkeiten dieses Lebens ein übergroßer Trost ^sein, wenn die Seele dies immer wüßte; aber da diesesWissen leicht die Eigenliebe nähren und uns in uns selbst ^ ^befangen halten könnte, so gefällt es dem Herrn, uns oftdurch ein gläubiges Nichtwissen zu führen. Und ach! ^wie sicher und schnell würden wir wandeln, wenn wiruns nur ohne umzusehen in diesem gläubigen Nichtwissenunserm göttlichen Führer überließen! .
Mülheim, den 14. November 1747.
Hundert und sechster Brief.
Schwester!