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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
Entstehung
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Hundertster Brief.

Wie der Schreiber, nachdem er in den ersten Jahren seinerUmänderung viel Kummer und Furcht ausgestanden hat,endlich aus den Weg des Glaubens und der Liebe ge.kommen, und wie segensreich ihm dieses gewesen ist. Vonder Zerstreuung und vom Entdecken unsrer Gebrechen.

In unserm Heilande Jesus Christusherzlich geliebte Freundin!

Ich muß Dir ganz einfach sagen, daß mich DeinBrief vom 20. März sehr erquickt hat. Es ist wahr, ich«KM habe seit meinem letzten Besuche Dich, liebe Freundin,Rr-ü und einige Andere weit mehr und anders im Geiste nahesw« gefühlt, als je zuvor, so daß ich nicht unterlassen konnte,Dich öfters dem Herrn vorzutragen, wie arm und schwachs.». L es auch sein mochte. Es ist so schön, wenn das Denkenan einander befriedigt, erquickt und zu Gott führt. IchIW« vertraue vollkommen, daß unsre Geistesvereinigung vonGott ist und auch zu ihm führen wird, zum Segen inder Zeit und zum Stoff des Dankes in der Ewigkeit.hrDi Laß unsre Vereinigung sein wie die von Bächlein, diedurch ihren Zusammenfluß mehr Kraft erlangen, sich umso schneller in den Ocean, aus dem sie entspringen, ver-lieren zu können. Ich danke dem Herrn mit innigerFreude meines Herzens, daß er Euch Beiden den Berufund auch die Liebe zu dem schönen, inwendigen Christen-leben verleiht; und so, wie es der Herr ist, der das auf-richtige Verlangen in Euern Grund legt, ganz vorA-M dem lieben Gott leben zu wollen, mit Verläugnung allerVermittelungen, so ist er es auch, der allein die Machtund den unaussprechlichen Willen hat, dieses in der Thatin uns auszusühren, wenn wir ihm nur mit diesemaufrichtigen Verlangen innig bleiben, anhän-

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