dann auch nichts Kesseres zuwünschen, als daß diese ^göttliche Liebe Dein Herz und Leben rein beseele! Erflehe ^dasselbe auch für mich, wenn es Dir eingegeben wird; ' i,mir däucht, die Liebe muß Dich dazu verpflichten, weil ^Du nicht so viel mit Menschen und allerlei Menschen um- ^ ^zugehen brauchst, wie ich, der ich doch so gebrechlich und "s,blind bin. ^
Ich bleibe durch die GnadeDein
schwacher aber treuverbundener Bruder. ' ,Mülheim, dm ll Oktober 1746-
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Neun und neunzigster Brief, ljiil
—— imst
Wie man sich im Schreiben an einander immer mehr ganz ^einfach nach den Umständen, in denen man sich befindet,und nach dm Eingebungen seines Herzens richten soll, iiHohne Zwang und Einschränkung. Von der Schreibers juiiiEintritt in sein fünfzigstes Jahr, und etwas über seineGemüthsstimmung.
In Zesus, der das Leben und All^'Deiner Seele sei, sehr werthe und/'"' herzlich geliebte Schwester! ^
Sowohl Deinen letzten lieben Brief vom 4. dieses wie ^auch den vorigen, eingeschlossen in jene Schreiben vom Bru- „ jder ll. und von den Freundinnen -4. L., habe ich richtigerhalten. Und um Dir nur zu schreiben, was mir zuerst,,^in die Gedanken kommt, so muß ich sagen, daß mir bei,^den wenigen Zeilen Deiner Hand einsiel: wir müßten ge-genseitig beim Schreiben an einander nur ganz einfach zu - ^Werke gehen, bloß nach der Stimmung, worin man ist,