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Wie selten ist es, daß auch berufene Seelen die Einfüh- < ^rung in diese glückliche Nacktheit und Einsamkeit abwar-ten, wo nur Geist mit Geist umgeht unter Hinterlassung ^alles Eignen und Menschlichen. Da lernt der Geist nichtallein aus dem Grunde, was reiner Gottesdienst ist, son- ,dern auch die rechten Eigenschaften und Gesetze des au- ^ 'ßern Gottesdienstes, als Anleitung zum Dienst des Gei- ^stes, und keinen abgöttischen Kalberdienst. Ich grüße ^Dich recht innig, werthe Schwester. Der tiefe FriedeGottes in dem Namen Jesu umfange Deinen Geist und > ^durchdringe ihn ganz, um in dem Gottleben dem Herrnüberall wohlzugefallen und vollendet zu werden in dem «djEinen! Bete auch für mich, wenn es Dir verliehen wird. de
Dein ckttl
in Liebe verbundener schwacher Mitbruder.
Mülheim. den Itt Mai 1746. -iS
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Sechs und neunzigster Brief.
Ueber den Tod eines Freunde- im Wohnorte des Schreiber-, j ^ s.Da- selige Absterben ist die letzte gute Nachricht, welche ^die Kinder Gotte- von einander erhalten. ,
In Jesus, der Dein Leben und Alles Wsei, sehr werthe und herzlich ge- ^liebte Schwester!
Hl
Deinen mir sehr angenehmen Brief vom 12. August sc-habe ich erhalten, aber nicht eher als heute beantwortenkönnen. Die Umstände, welche die unerwartete Krankheitund den Tod des lieben Freundes H. begleiteten, und die ^ -Folgen dieses Hinscheidens haben mir viel Zeit, vielleichtauch viel von meinen Kräften weggenommen, und noch