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jetzt bin ich sehr beschäftigt, so daß ich nicht früher zumSchreiben kommen konnte. Ich bitte den Tod unsersFreundes II. auch unserm lieben Bruder und unsrer lie-ben Schwester bekannt zu machen, nebst meinem brü-derlichen Gruß, da mir keine Zeit übrig bleibt, ihnen zuschreiben. Wenn ich hingegangen bin, sagte derVerstorbene zu mir, dann berichte meinen Todauch nach Holland, damit sie dort dem Herrnauch danken für meine Erlösung und fürdie mir bewiesene Gnade, und sage: daßich dett Freunden danke für ihre Liebe undFreundschaft, und daß ich ihnen allen Ein-fluß der göttlichen Gnade zuwünfche, umvorbereitet und in Gott vollendet zuwerdenfür seine ewige Herrlichkeit.
> Dies sind so die letzten guten Nachrichten, die wirEiner vom Andern in dieser Fremdlingsschaft zu verneh-men haben. Dem Herrn sei Dank für seine Barmherzig-keit, daß wir diese Nachrichten so gut vernehmen underwarten können! Bald wird unsre Spanne Zeit, liebeSchwester, auch vorüber sein. Wie nichtig ist doch dieseZeit in sich selbst, und wie gut ist es, das Süße undBittere dieses Lebens nicht zu achten, sondern eS mit ei-nem abgeschiedenen Herzen und recht freiem Geiste vor-übergehen zu lassen. Nichts hat Werth, nichts ist groß,nichts genügt bis auf den Grund, als Gott und seineEwigkeit allein; das ist unsre Heimath; das ist daseigentliche Gut und der wahre Gegenstand, der eigentlicheRuheplatz für. unfern Geist. Selig Derjenige, der es ausErfahrung weiß und nicht bloß im Kopfe allein! O duwesentliches Gut! 0 du gutes, menschlieben-des Wesen! wie wenig wirst du erkannt undwie wenig geliebt! Das kommt daher, weilman fürchtet, sich selbst abzusterben und den