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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
Entstehung
Seite
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beständig vom Wege abkommen, und dem Lichte von ge- ^stern nicht vertrauen dürfen. Es kommt mir auch vor,als würde ich jeden Tag dummer und unwissender, und ^ich wundere mich, daß ich noch zu etwas tauge oder ir-gend etwas recht mache. Aber die Erfahrung wird lehren, ^daß die Abhängigkeit vom innern Führer im gegenwärti-gen Sein uns sehr richtig gehen macht, auch wenn wir esnicht glauben; und daß wir Alles verderben und beflecken, Ewenn wir, nicht allein auf ihn vertrauend, uns nach eig- "2tner Weisheit oder eignem Lichte leiten wollen. O, wie Manbetungswürdig und lieblich sind alle Wege des Herrn, iW«der Alles zu seiner Zeit aussäubert und uns je länger je Wweniger Gut, Licht oder Kraft in Vorrath oder Eigen- iz i»thum besitzen läßt, damit er Alles sei und wir, durch eine Udglückliche Nothwendigkeit aus uns selbst gesunken, nur inihm bleiben müssen, in einer zeitlichen Abhängigkeit vonihm lebend, die uns zu Allem genug ist. Der Mensch ist W,inzwischen unglaublich geneigt, zu sich selbst zurückzukehrenund in sich selbst überzutragen, was von oben mitgetheiltwird; aber wie viel verliert nicht das Gute dadurch von ^seiner ersten oder ursprünglichen Kraft und Reinheit! ^Könnte man nur Alles so einfältig an seiner Stelle las-sen, d. h. in Gott, in ihm allein beruhend, gewiß wir Mwürden mehr besitzen, als wenn wir uns darnach Umsehen i,,,,oder greifen wollten, und in der Armuth den Reichthum, ^in der Unwissenheit die Weisheit, in der Schwäche die l!Kraft des Herrn erfahren können. Alles inzwischen hatseine Zeit, Und Gottes Güte schickt sich wunderbar nach ^dem gefallenen Menschen und nach dem gebrechlichen Zu- ^stände der Seelen; wenn er dies nicht thate, würde nie- ^mand bewahrt bleiben. Mir däucht, die Geburt Jesu, ^deren Erinnerung man in diesen Tagen gefeiert hat, ist ^für unS ein Brunnen dieses süßen Lebens der Abhängig-",^keit und Einfalt; ich glaube und fühle mehr davon, als ^