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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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ich auszubrücken vermag. Durch die Menschwerdung desSohnes Gottes ist die Gnade und das Leben Gottes wie-M,r dergekommen nicht über einen Menschen, sondern überalle Menschen, die der Gnade und des Lebens Gottesberaubt und entfremdet waren (Röm. 5, 18.). Diese>gtz!w: Gnade und dies göttliche Leben, ja Gott selbst, theilt sich»»«!! nun mit und stießt in das Innere der Seelen, die sich»»Wusch Maßgabe ihrer Empfänglichkeit öffnen. Aber Gott»Sich,wird nur da zum Menschen, wo die Einfalt eines Kin-L L,«des stattfindet. Die Kindlichkeit ist der Punkt unmittel-M he barer Vereinigung mit Gott. Die Liebe Gottes in ChristoS ji lG werde groß gemacht und durch dessen Wirkung und Mit-hin h Heilung in uns verherrlicht.

Mit dieser Bitte bleibe ich mit vieler Liebe

Dein

HW" im Herrn verbundener Bruder.

!liM> Mülheim, den 11. Januar 1716.

laW

^ Drei und neunzigster Brief.

Mit Ml

Der Schreiber meldet, daß er krank geworden und wie dabeisein innerer Zustand beschaffen sei.

Zn dem Herrn Jesus herzlich geliebteSchwester!

Durch diese Zeilen will ich Dir nach meinem Ver-berichten, daß es dem Herrn gefallen hat, mich. krank werden zu lassen. In den ersten Tagen saß undich ohne Gefühl, beinahe ohne Gedanken von Gott^^ivder meiner Seele. Jetzt ist es mir vergönnt, mit^Meinem sehr befriedigenden Wohlbehagen beschauen zu kön-daß Gott ist, und seine Güte, Weisheit, Macht,

B 14 *