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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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geben u. dergl. thun muß, zeige ich mich dazu zwar be-reitwillig , im Glauben, daß es Gottes Wille sei; abermeistens muß ich mich dabei doch etwas überwinden, ob-gleich es mich nicht beunruhigt. Gott allein genügt; Gottallein ist unser Platz. Es wird mein Fehler sein, daß ichin Einsamkeit und Ruhe mich am geräumigsten auf die-sem Platze fühle.

Doch wir verstehen nicht das Beste zu wählen: undwas uns angenehm ist, gefällt nicht immer Gott! Ihmalso suche man nur zu genügen! Er bewahre sein Hei-ligthum, damit keine Creatur weiter als in den Worhofgelange! Amen.

Der tiefe Friede Gottes, der Gott selbst ist (Nicht.6, 24.), sei die Speise und Festigkeit Deiner Seele beiallen Stürmen dieses nichtigen Lebens! Dies wünscht

Dein

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Mitbruder in dem Herrn.

Mülheim, den 3 December 1715.

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Ein und neunzigster Brief.

Der Name Z esus ist der offene Brunnen gegen alle Sundeund Unreinigkeit Durch den Glauben an diesen Namenwerden wir allein gerechtfertigt. Wir müssen so arm inuns selbst werden, daß wir es auch ganz umsonst ha-ben wollen.

In unserm gesegneten Heilande Je-sus Christus herzlich geliebteFreundin und Schwester!

Deinen erbaulichen und erquicklichen Brief vom 30.Oktober 1736 habe ich mehr wie einmal gelesen und miteinem herzlichen Amen beantwortet, obschon ich es mitder Feder nicht thun konnte. Ich fühle, daß wir einan-

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