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abgewinnen, daran kein Behagen finden kann. Der Herrmuß Alles in uns werden; ihm müssen und wollen wirPlatz machen und stille zu ihm sein und harrend unS sehrerfreuen, daß in ihm all' unser Hort und Heil ist. (Ps.
62.) Du sagst m Deinem letzten Briefe: Müssen wir ^nicht so reden und handeln, als ob wir nichtdabei wären? ja, dürfen wir wol dabei sein? °°
u. s. w. Du Haft recht, Schwester: aber nicht von Al- ^
lem, was sein muß, kann ich sagen es ist. Ich habe !Zeiten gehabt und habe sie vielleicht noch, wo ich bei mei-nem Sprechen, Schreiben und Thun nebenher recht gut .das unterscheiden konnte, bei dem ich war, und das, waS ^ ^reiner vom Herrn kam, obschon ich sagen mußte: sowohl ^das Eine wie das Andere ist Wahrheit, aber in Kraft und ""Werth war das Eine weit verschieden vom Andern. Dochjetzt ist dieses durchgehends ganz verändert; ich habe einen 'lkranken Kopf: ich vermag wenig von meinem innern >1^Stande zu erkennen, wiewohl ich darum nicht viel be- Wkümmert bin; das Meiste, was ich rede, scheint einiger-maßen nur auf den Lippen zu schweben; kurz gesagt, eS Mist zuweilen, als ob ich so natürlich hin zu Werke ging; ^ »idoch immer ist es nicht so. Ich bin sehr gebrechlich, aberich will nicht darnach umsehen, und wünsche nur Gott "«dzu folgen und in ihm zu Werke zu gehen und dabei stets - Aerzu bekennen, daß ich ein gebrechliches, armes Kind bin.
Jetzt grüße ich Dich auch noch, meine geliebte Schwester, h j»innig im Geiste der Liebe Jesu, die Dein Herz je länger zje reiner beseelen und Dich bewegen möge, auch mich sei- ^ner göttlichen Majestät aufzuopfern zum Festhalten und
Vollbringen seines göttlichen Werkes.
Jch bleibe »IG
Dein 's
in dem Herrn verbundener Bruder. r-ki,
Mülheim, den 2. November N45 ^ 1 .