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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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im Grunde unsrer Seele geöffnet und angewiesen hat, auf ^dem selbst die ärmsten Sünder mit sanfter Freimüthigkeiteingehen können in das Heiligthum von Gottes wesenlli-cher Gemeinschaft. Es ist wahr, auch der Vorhang un-iSsers Fleisches, unsrer Sinne und Natur muß zerrissen i«!werden in der Aehnlichkeit des Todes Jesu Christi; aber s"dies geschieht allein durch die einflicßende Kraft seines Lo- .des, die wir vom Glauben empfangen, der uns bleibendin ihm erhalt, einen Jeden nach seinem Stande undMaaße. Jesus, unser guter Hirt, ist unsre Thüre, diewahrlich eng ist; wer indessen auch nur von weitem den Aunendlichen Raum kennt, welchen der Geist in diesemSchaasstalle genießt, dem kann diese ganze Wüste nicht 'anders als sehr eng und widerlich erscheinen. Rufe uns ^ ^also immerfort, o du getreuer Hirt! Laß Alles abfallen, . >damit wir als nackte, einfältige Kinder in dir eingehen, ^und gib, daß wir uns wahrlich selbst verlassen, auf daßwir lebend und sterbend in dir gefunden werden! Amen.

Sehr geliebte Freunde, ich grüße und umarme Euch Wim Geiste. Der Herr segne Euch! Der Herr mache Je- ch Uden von uns treu auf seinem Wege, damit wir Kinder ^werden nach seinem Herzen. Lebt wohl in dem Herrn,liebe Freunde!

In ihm hoffe ich zu bleiben ^

Euer

rjia,

verbundener Bruder,Mülheim, den 25 August 1736.

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