was ich in dieser Hinsicht oft gelitten habe beim Anblick ^von Seelen, von denen ich Vollkommneres erwartet hatte;indessen müssen wir auch hierin Nachsicht üben. Allen ist ^,nicht Alles gegeben. Zn des Vaters Haus sind vieleWohnungen. Manche Seelen, fühlend, daß man etwasvon ihnen erwartet, wozu sie weder Kraft noch Muth er-haben, werden mißmuthig oder ganz abwendig: bei man- k»chen muß man, um größerm Uebel vorzubeugen, vielNachsicht gebrauchen und ihren Muth bei allem Gebrech- «lichen zu erhalten suchen, ob sie etwa auf langen Umwe-gen dahin gelangen möchten, wo andere gerade darauflosgehen. Ja, vielleicht ist Manchen ein Umweg nöthigund eine unreine Seife, um sie von größerer Unreinigkeit Wzu säubern. Jetzt, liebe Schwester, muß ich schließen. MnIch grüße Dich zärtlich in dem Herrn, unserm guten «dj«Gott, der Deine Seele ewig besitzen und nach seinem r> ä:Herzen bereiten möge! Trage mich dem Herrn auf, wenn k, !'es Dir gegeben wird.
Ich bleibe
Dein
in Liebe verbundener Bruder im Herrn.Mülheim, den 2l, Sextemter N4S
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