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Neun und siebenztgfter Brief.
gering es auch sein mag. In großen und außerordenlli- ,chen Dingen will man, wie man sich vorstellt, Gott die-neu, da man ihm doch in Allem, was uns augenblicklichbegegnet, weit besser behagen könnte. Alles von Gott an- jiÄnehmen. Alles um Gottes Willen leiden und Alles für .All!Gott thun, ist der Stein der Weisen, den der Schreiber
lich geliebte Schwester! .
Deinen mir angenehmen Brief vom 8. Septemberhabe ich erhalten. Ich danke Dir für Deine Mühe undZuneigung. Was dem Herrn gethan wird, geschieht nievergebens, wie gering es auch sei; unsre wichtigsten Sa-chen sind ja nur Kleinigkeiten vor Gott. Das reine Gott-denken, das einfältige Auge nach ihm macht Allesgroß und gut. Dies kennen die Seelen nicht; man sichtauf die Dinge, die man thut, und nicht auf den Grund,aus dem man sie verrichtet. In großen Dingen iß durch- ^ ^gängig mehr vom Menschen und weniger von Gott, als ^man denken sollte. Man will Gott dienen in großen und ^außerordentlichen Dingen, wie man sich vorstellt, undkönnte ihm doch weit besser gefallen in allen den kleinenEreignissen und Sachen, welche uns die Vorsehung jedenAugenblick in die Hände gibt. Die Scheidekünstler sagen, ^daß auch in den schlechtesten Metallen, Blei und Eisen,etwas Gold ist, und glauben daher Gold machen zu kön-nen. Ich sage aber, daß auch in den kleinsten und schlech- H ^testen Dingen etwas von Gott ist, und daß man darum,Alles von Gott nehmend, Alles um Gott leidend und Al-^
WaS dem Herrn gethan wird, geschieht nie vergebens, wie
sucht.
In dem Herrn Jesus, der in Deiner ^Seele lebe, sehr werthe und Herz