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Gottesfürchtige und erbauende Briefe über verschiedene Gegenstände, die das innere Leben oder die fortwährende Ausübung des Christenthums betreffen
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uns selbst machend und arm an allen Gegenständen, da-mit wir, nichts habend, ihn allein haben mögen zu un-serm Gegenstand ohne alles Andere. Doch in ihm wirduns zu seiner Zeit Alles wiedergegeben; aber auf eine an-dere Art, wo man nämlich in der Freiheit des Geistesbesitzt, ohne etwas zu haben, und Gott allein unser Schatzist. Die Seelen thun sich selbst tausend vergebliche Qua-len an, indem sie sich nicht mit Gottes gegenwärtigemWillen und seiner Leitung zu vereinigen wissen, und dieEntblößung zu sehr fürchten, in der doch unsere größtenja einzigen Fortschritte und unser größtes Heil besteht.Wir haben nur zu lange für uns selbst gelebt. Der Herrgebe, daß wir hinführo nur allein vor ihm sind in derReinheit, die er nach seinem göttlichen Rufe von uns ver-langt. Er ist sehr treu; er wird es auch thun zur ewi-gen Verherrlichung seines großen Namens in uns armenWürmern! Amen, Jesus.

Liebster, ich grüße Dich herzlich nebst allen anderngeliebten Freunden bei Dir, mich den Gebeten von EuchAllen empfehlend, auf daß des Herrn Wohlgefallen inund durch mich vollbracht werde.

Ich umarme Dich, werther Bruder, im Geiste, undbleibe mit stark verbundener Liebe

Dein

schwacher Bruder im Herrn.Mülheim, den 22. Januar I7Z6.